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Britische Konservative streiten auf Parteitag über Brexit-Kurs
Theresa May, Premierministerin von Großbritannien, trifft im International Convention Centre anlässlich des Parteitags der britischen Konservativen ein.

Britische Konservative streiten auf Parteitag über Brexit-Kurs

AFP
Theresa May, Premierministerin von Großbritannien, trifft im International Convention Centre anlässlich des Parteitags der britischen Konservativen ein.
International 30.09.2018

Britische Konservative streiten auf Parteitag über Brexit-Kurs

Premierministerin May gegen Ex-Außenminister Johnson - die Reden der beiden Kontrahenten werden auf dem Parteitag der Tories höchste Aufmerksamkeit genießen. Wer von beiden wird punkten?

(dpa) - Ein halbes Jahr vor dem geplanten EU-Austritt Großbritanniens treffen sich die zerstrittenen britischen Konservativen ab Sonntagnachmittag zu ihrem Parteitag in Birmingham. Beim Brexit-Fahrplan sind sich die Tories völlig uneins. Vom Verlauf des Parteitags könnte daher auch das Schicksal von Premierministerin Theresa May abhängen. Sie gilt als angezählt.


Brexit / Foto: AFP
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May selbst signalisierte jedoch, dass sie auch nach der Trennung von der EU auf ihrem Posten bleiben möchte. Sie habe einen langfristigen Job zu erledigen, sagte sie der Zeitung „Sunday Times“. Der ehemalige Außenminister Boris Johnson kritisierte die Brexit-Pläne der Regierungschefin als Ergebnis „geistiger Verwirrung“. Ihm wird nachgesagt, seine Rivalin beerben zu wollen.

Brexit-Hardliner wie Johnson, Ex-Brexit-Minister David Davis und der einflussreiche Hinterbänkler Jacob Rees-Mogg wollen einen klaren Bruch mit Brüssel. Ihnen ist der Kurs von May zu EU-freundlich, obwohl schon deren Pläne in Brüssel vehement abgelehnt werden.


Die Verhandlungen zwischen London und Brüssel sind in einer Sackgasse.
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Ein halbes Jahr vor dem Brexit könnte es auf dem Parteitag der Tories hoch hergehen: Zu den Themen dort dürften auch das Schicksal der EU-Ausländer und die Sicherheit gehören.

May will eine Freihandelszone mit der Europäischen Union für Waren, aber nicht für Dienstleistungen wie Bankgeschäfte. Dafür soll sich Großbritannien eng an Produktstandards und andere Regeln des EU-Binnenmarkts halten. Zollkontrollen am Ärmelkanal und an der Grenze zwischen dem britischen Nordirland und dem nicht zum Vereinigten Königreich gehörenden EU-Mitglied Irland sollen durch ein kompliziertes System verhindert werden.

Brexit-Hardliner wie Johnson wollen einen klaren Bruch mit Brüssel.
Brexit-Hardliner wie Johnson wollen einen klaren Bruch mit Brüssel.
Owen Humphreys/Press Association

Johnson schlug hingegen einen erweiterten Freihandelsvertrag mit Brüssel nach dem Vorbild des Abkommens zwischen der EU und Kanada vor. Um ein „Super-Kanada-Handelsabkommen“ zu bekommen, wie er es nennt, solle London als Druckmittel die Zahlung der auf rund 40 Milliarden Euro bezifferten Abschlussrechnung infrage stellen. Grenzkontrollen in Irland will Johnson durch technische Lösungen verhindern. Notwendige Checks könnten abseits der Grenze stattfinden.

Johnson und Davis waren im Juli im Streit über Mays Pläne zurückgetreten. Johnson wird am Dienstag auf dem Parteitag eine Rede halten - einen Tag vor der Premierministerin. Sie wird Berichten zufolge eine harte Linie gegen EU-Einwanderer ankündigen.

Im Vorfeld des viertägigen Treffens gab es eine peinliche Panne: Über eine Konferenz-App hatten Delegierte und Journalisten - ohne Passwort - Zugang zu privaten Daten wie Handynummern von Politikern bekommen. Auch Johnson war davon betroffen. May wollte sich am Samstag bei ihrer Ankunft in Birmingham nicht dazu äußern.


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