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Britische Boulevardpresse schießt wieder gegen Juncker
International 07.05.2017 Aus unserem online-Archiv
"Sichtlich betrunken"

Britische Boulevardpresse schießt wieder gegen Juncker

Jean-Claude Juncker, hier mit der britischen Premierministerin Theresa May, gerät nicht zum ersten Mal ins Visier der berüchtigten englischen Boulevardpresse.
"Sichtlich betrunken"

Britische Boulevardpresse schießt wieder gegen Juncker

Jean-Claude Juncker, hier mit der britischen Premierministerin Theresa May, gerät nicht zum ersten Mal ins Visier der berüchtigten englischen Boulevardpresse.
REUTERS
International 07.05.2017 Aus unserem online-Archiv
"Sichtlich betrunken"

Britische Boulevardpresse schießt wieder gegen Juncker

Christoph BUMB
Christoph BUMB
Nicht zum ersten Mal schießt sich die britische Boulevardpresse auf Jean-Claude Juncker ein. Auch nicht zum ersten Mal geht es dabei um Junckers Lebenswandel. Vor dem Hintergrund der Brexit-Verhandlungen dürften die Attacken nicht abbrechen.

(CBu) - Juncker sei bei einer UN-Konferenz in Genf "sichtlich betrunken" gewesen, berichtete die britische Boulevardzeitung "The Sun" in der vergangenen Woche mit Verweis auf "diplomatische Quellen". In einem Artikel ist gar die Rede von "very visibly pissed". Jean-Claude Juncker habe bei dem Treffen für Aufregung gesorgt mit seinem "betankten erratischen Verhalten". Die Quelle berichtete zudem von "Kollisionen mit Menschen und Möbeln".

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die britische Boulevardpresse auf Jean-Claude Juncker einschießt. Schon im Europawahlkampf 2014 wurde der luxemburgische Ex-Premier mit diversen Anschuldigungen unter der Gürtellinie konfrontiert. Das ging so weit, dass "The Sun" Junckers Familie mit dem Naziregime in Verbindung brachte, ihn mit Hitler und Mussolini verglich und den Luxemburger als "gefährlichsten Mann Europas" bezeichnete. Juncker selbst sprach damals von einer gegen ihn persönlich gerichteten "Schmutzkampagne".

Zudem ist es kein Geheimnis, dass die damalige britische Regierung Junckers Wahl zum Präsidenten der Europäischen Kommission verhindern wollte. Auch jetzt, im Zuge der Brexit-Verhandlungen zwischen Brüssel und London, dürften die politischen und medialen Attacken von der Insel nicht abbrechen. So war der Luxemburger schon wegen seinen Äußerungen und entsprechenden "Leaks" nach einem jüngsten Abendessen mit der britischen Premierministerin Theresa May in die Kritik geraten.

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