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Brisante Aussagen von Steve Bannon: Trump will Enthüllungsbuch verbieten lassen
International 04.01.2018 Aus unserem online-Archiv

Brisante Aussagen von Steve Bannon: Trump will Enthüllungsbuch verbieten lassen

Steve Bannon hatte schwere Anschuldigungen gegen Trump-Sohn Donald Junior gemacht.

Brisante Aussagen von Steve Bannon: Trump will Enthüllungsbuch verbieten lassen

Steve Bannon hatte schwere Anschuldigungen gegen Trump-Sohn Donald Junior gemacht.
AFP
International 04.01.2018 Aus unserem online-Archiv

Brisante Aussagen von Steve Bannon: Trump will Enthüllungsbuch verbieten lassen

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Trumps ehemaliger Chefstratege Bannon hat ein Enthüllungsbuch mit Brisantem gewürzt. Der Präsident fordert den früheren Vertrauten zur Unterlassung auf - und will gleich das ganze Buch verbieten lassen.

(dpa) - Mit einem Rundumschlag geht US-Präsident Donald Trump gegen ein Enthüllungsbuch und kritische Äußerungen seines ehemaligen Chefstrategen Stephen Bannon vor. Laut Berichten will er die Veröffentlichung des Buches „Fire and Fury“ sogar ganz verbieten lassen. Sein Anwalt Charles J. Harder begründet dies unter anderem mit Vorwürfen der üblen Nachrede und Schmähungen. Bannon wurde zudem aufgefordert, die gerügten Äußerungen nicht zu wiederholen.

Unter anderem die „Washington Post“ berichtete am Donnerstag, dem Autor Michael Wolff und dem Verlag Henry Holt & Co. seien entsprechende Verfügungen zugestellt worden. Das Buch dürfe weder als Ganzes noch teilweise in Auszügen erscheinen. Trump fordere außerdem eine umfassende Entschuldigung.

Am Mittwoch waren erste Inhalte des Buches an die Öffentlichkeit gelangt. Gestützt auf sieben Monate währende Recherchen und eine lange Reihe von Interviews berichtet Wolff von einem chaotischen, dysfunktionalen Weißen Haus unter Trump. Außerdem werden gravierende gesundheitliche Probleme des Präsidenten behauptet.

Schwere Vorwürfe

In Buch und Auszügen erhebt der frühere Trump-Vertraute Bannon schwere Vorwürfe gegen Familienmitglieder des Präsidenten. Trumps Anwälte verlangen eine Unterlassungserklärung. Bannon habe zudem eine schriftliche Vertraulichkeitsvereinbarung über seine Zeit im Weißen Haus verletzt.

Bannon wertet ein Treffen von Trump-Sohn Donald und Schwiegersohn Jared Kushner mit einer russischen Anwältin im Wahlkampf 2016 als „Verrat, unpatriotisch und üblen Mist“.

Das Buch „Fire and Fury“ („Feuer und Zorn“) soll an diesem Dienstag erscheinen. Die Auszüge sorgen für helle Aufregung in Washington und hatten sofort den Zorn des Präsidenten erregt. Auch am Donnerstag kannten US-Medien kaum ein anderes Thema.

Nach Bannons Äußerungen gegen Donald Junior und andere Vertraute Trumps brach der US-Präsident öffentlich mit seinem einstigen Chefstrategen. „Steve Bannon hat nichts mit mir oder meiner Präsidentschaft zu tun. Als er gefeuert wurde, hat er nicht nur seinen Job verloren, sondern auch seinen Verstand“, ließ er erklären.

Bannon hatte das Weiße Haus im August 2017 verlassen, galt aber bisher weiterhin als Trump-nah. „Ich rede nicht mit ihm“, sagte Trump am Donnerstag knapp im Weißen Haus.


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 / AFP PHOTO / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / JOE RAEDLE
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