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Brexit: Kompromisse, kein Durchbruch
Jean-Claude Juncker wollte mit Theresa May am Montag in Brüssel eine Zwischenbilanz der Brexit-Verhandlungen ziehen.

Brexit: Kompromisse, kein Durchbruch

Foto: Reuters
Jean-Claude Juncker wollte mit Theresa May am Montag in Brüssel eine Zwischenbilanz der Brexit-Verhandlungen ziehen.
International 04.12.2017

Brexit: Kompromisse, kein Durchbruch

Laut EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat es am Montag in Brüssel kein Durchbruch in den Brexit-Verhandlungen gegeben. Juncker hofft jedoch, dass eine Vereinbarung vor dem EU-Gipfel am 15. Dezember getroffen werden kann.

(dpa/mbb) -  Die Europäische Union und Großbritannien haben trotz aller Kompromisssignale beim Brexit noch keinen Durchbruch erzielt. Dies teilte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Montag nach einem Gespräch mit der britischen Premierministerin Theresa May mit. May habe sich als äußerst hartnäckige Unterhändlerin erwiesen.

Allerdings sei er zuversichtlich, dass noch in dieser Woche eine Vereinbarung getroffen werden könnte, fügte Juncker hinzu. Damit wäre es dann auch noch möglich, beim EU-Gipfel kommende Woche die zweite Phase der Brexit-Verhandlungen einzuläuten, sagte Juncker.

May äußerte sich ganz ähnlich und betonte, man habe sich angenähert und strebe eine rasche Einigung an. Fragen ließen beide Politiker nicht zu.

Noch kurz vorher schienen alle Zeichen auf Einigung zu stehen. Unterhändler hatten Kompromissformeln zu den drei wichtigsten Streitfragen gefunden. Trotzdem gelang es dann in dem mehrstündigen Treffen von May und Juncker nicht, die letzten offenen Punkte zu klären.

Die EU verlangt, zunächst die wichtigsten Trennungsfragen vor dem für 2019 geplanten EU-Austritt des Vereinigten Königreichs zu klären. Erst danach soll es um die künftigen Beziehungen beider Seiten gehen, die Großbritannien so rasch wie möglich klären will.


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