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Brexit-Frist verpasst: Johnson entschuldigt sich
International 1 03.11.2019 Aus unserem online-Archiv

Brexit-Frist verpasst: Johnson entschuldigt sich

Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, verlässt die 10 Downing Street nach einer Kabinettssitzung mit einer Mappe unter dem Arm.

Brexit-Frist verpasst: Johnson entschuldigt sich

Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, verlässt die 10 Downing Street nach einer Kabinettssitzung mit einer Mappe unter dem Arm.
Foto: Dominic Lipinski/PA Wire/dpa
International 1 03.11.2019 Aus unserem online-Archiv

Brexit-Frist verpasst: Johnson entschuldigt sich

In einem Interview mit dem Sender Sky News entschuldigte sich der Premierminister dafür, dass Großbritannien - entgegen seiner Versprechungen - die EU nicht am 31. Oktober verlassen hat. Die Schuld daran gab er jedoch dem Parlament.

(dpa) - Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich dafür entschuldigt, dass er das Land entgegen seiner Versprechen nicht am 31. Oktober aus der Europäischen Union geführt hat. "Es ist eine Frage des tiefen Bedauerns", sagte Johnson in einem am Wochenende ausgestrahlten Interview mit dem Sender Sky. "Ich bin sehr, sehr enttäuscht." Die Brexit-Verzögerung sei ein "Gräuel". 

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Zugleich gab der Regierungschef dem Parlament die Schuld an der Verzögerung. Es habe genug Zeit gehabt, über den mit der EU neu verhandelten Deal abzustimmen, aber diese Möglichkeit nicht genutzt.

Johnson hatte wiederholt versprochen, dass Großbritannien die EU am 31. Oktober verlassen werde, "komme, was wolle". Nun soll das Land spätestens am 31. Januar austreten. Die Diskussion über den Brexit steht im Mittelpunkt der vorgezogenen Parlamentswahl am 12. Dezember.


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Der Premier zeigte sich überzeugt, dass das Vereinigte Königreich nach dem Brexit rasch ein Handelsabkommen mit der EU schließen werde. Ein Vertrag sollte "grundsätzlich sehr einfach" sein, sagte Johnson. Er warnte vor weiterem Brexit-Chaos, falls die Labour-Partei die Wahl gewinnt.

"(Parteichef Jeremy) Corbyn und die Labour-Partei wollen zurück nach Brüssel gehen und sechs Monate lang verhandeln, dann ein Referendum abhalten, verbunden mit all den vergifteten und langwierigen Traumata, und dann gegen ihren eigenen Deal vorgehen."


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