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Brexit: EU-Unterhändler Michel Barnier positiv getestet
International 19.03.2020

Brexit: EU-Unterhändler Michel Barnier positiv getestet

Michel Barnier bei einem Treffen mit Premierminister Xavier Bettel im Schloss Senningen Anfang Februar.

Brexit: EU-Unterhändler Michel Barnier positiv getestet

Michel Barnier bei einem Treffen mit Premierminister Xavier Bettel im Schloss Senningen Anfang Februar.
Foto: Chris Karaba
International 19.03.2020

Brexit: EU-Unterhändler Michel Barnier positiv getestet

Wie sich die Erkrankung des EU-Brexit-Unterhändlers Michel Barnier auf die Brexit-Verhandlungen auswirken, ist derzeit noch ungewiss.

(dpa) - EU-Brexit-Unterhändler Michel Barnier ist nach eigenen Angaben mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Er sei positiv getestet worden, schrieb Barnier am Donnerstag auf Twitter. "Es geht mir gut und die Moral ist gut." Er werde jetzt den nötigen Empfehlungen folgen, ebenso sein Team.

Die Folgen für die Verhandlungen über die künftigen Beziehungen der Europäischen Union zu Großbritannien waren zunächst nicht absehbar

Großbritannien hatte die EU Ende Januar verlassen, doch hat sich wegen einer bis Jahresende angesetzten Übergangsphase im Alltag noch nichts geändert. Sollte jedoch bis Ende der Frist keine Vereinbarung über ein Freihandelsabkommen gelingen, droht ein harter Bruch - mit neuen heftigen Belastungen für die Wirtschaft.


ARCHIV - 10.04.2019, Großbritannien, London: Die Sterne einer EU-Fahne scheinen durch eine britische Fahne hindurch. Nach ersten schwierigen Verhandlungen mit Großbritannien über die Zeit nach dem Brexit hat EU-Unterhändler Barnier einen eigenen Entwurf für ein Partnerschaftsabkommen erarbeitet. Das Papier sei dem Europaparlament und den EU-Staaten zur Diskussion vorgelegt worden, schrieb er am Freitag (13.03.2020) auf Twitter. Foto: Yui Mok/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
London will Brexit-Übergangszeit nicht verlängern
Nach Absage der zweiten Verhandlungsrunde zum Brexit wegen der Virus-Pandemie lehnt die britische Regierung eine Verlängerung der Brexit-Übergangsphase ab.

Führende EU-Abgeordnete hatten an London appelliert, die Übergangsfrist zu verlängern. Die Option ist im Austrittsvertrag vorgesehen, doch die britische Regierung hat dies bisher strikt abgelehnt.

Trotz der Coronavirus-Pandemie lehne die britische Regierung eine Verlängerung der Brexit-Übergangsphase Eunter allen Umständen" ab. Das teilte eine Regierungssprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Sonntagmittag mit. 

Wegen des weltweiten Covid-19-Ausbruchs haben Großbritannien und die Europäische Union die geplante zweite Runde der Verhandlungen über ihre künftigen Beziehungen abgesagt. Diese hätte ursprünglich am Mittwoch in London beginnen sollen. Bei der ersten Runde in Brüssel hatten die Unterhändler bislang wenig Fortschritt erzielt


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