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Boeing-Absturz: Klare Ähnlichkeiten mit Crash in Indonesien
Einer der beiden Flugschreiber der Boeing wurde in den Trümmern gefunden.

Boeing-Absturz: Klare Ähnlichkeiten mit Crash in Indonesien

Foto: AFP
Einer der beiden Flugschreiber der Boeing wurde in den Trümmern gefunden.
International 2 Min. 17.03.2019

Boeing-Absturz: Klare Ähnlichkeiten mit Crash in Indonesien

Die Auswertung der Flugschreiber der in Äthiopien verunglückten Boeing 737 Max 8 mit 157 Menschen an Bord lässt nach Dafürhalten der äthiopischen Regierung auf „klare Ähnlichkeiten“ mit dem Absturz einer baugleichen Maschine in Indonesien im vergangenen Jahr schließen.

(dpa) - Das erklärte die äthiopische Verkehrsministerin Dagmawit Moges am Sonntag, nachdem französische Experten die Daten der sogenannten Blackboxes ausgelesen hatten. Die Flugschreiber seien in gutem Zustand und hätten die Auswertung „von fast allen erfassten Daten“ ermöglicht. Die Regierung werde in einem Monat einen detaillierten Bericht dazu veröffentlichen, so die Ministerin weiter.


Die Maschine stürzte etwa 50 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Addis Abeba ab.
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Eine Maschine der Ethiopian Airlines stürzte nur wenige Minuten nach dem Start ab - mit Menschen aus 33 Ländern an Bord. Niemand Überlebte.

Die Flugschreiber zeichnen den Sprechfunk im Cockpit und alle Flugdaten auf, weswegen sie für die Klärung der Unglücksursache wohl entscheidend sein werden. Die Blackboxes der vergangenen Sonntag abgestürzten Maschine der Fluggesellschaft Ethiopian Airlines waren seit Freitag von der französischen Luftsicherheitsbehörde BEA ausgewertet worden. Die Behörde übergab die Daten an Äthiopien. Bei dem Absturz von Flug ET 302 nahe der Hauptstadt Addis Abeba waren alle 157 Menschen an Bord ums Leben gekommen, darunter auch fünf Deutsche.

Der Cockpit Voice Recorder, CVR,  der abgestürzten Boeing Max8.
Der Cockpit Voice Recorder, CVR, der abgestürzten Boeing Max8.
Foto: DPA /BEA Aero

Im Oktober war in Indonesien eine ebenfalls relativ neue Boeing 737 Max 8 der Fluggesellschaft Lion Air abgestürzt; dabei kamen fast 200 Menschen ums Leben. Ermittler vermuten, dass eine von Boeing eigens für die neue Flugzeugreihe entwickelte Steuerungssoftware ein wichtiger Auslöser des Absturzes gewesen sein könnte. Sollte die Software auch nach dem jüngsten Crash im Mittelpunkt stehen, würde der Druck auf Hersteller Boeing weiter steigen.

Ernsthafte Probleme für Boeing

Nach dem jüngsten Crash erließen Luftfahrtbehörden rund um die Welt daher bis zur Klärung der Unglücksursachen ein Flugverbot für die Boeing 737-Max-Reihe. Die rund 370 seit 2017 ausgelieferten Flugzeuge müssen daher am Boden bleiben. Boeing will in den kommenden Wochen ein Update für die inzwischen kritisch beäugte Steuerungssoftware an die Airline-Kunden verteilen. 


MIAMI, FL - MARCH 13: A grounded American Airlines Boeing 737 Max 8 is towed to another location at Miami International Airport on March 13, 2019 in Miami, Florida. American Airlines is reported to say that it will ground its fleet of 24 Boeing 737 Max planes and it plans to rebook passengers after the Federal Aviation Administration grounded the entire United States Boeing 737 Max fleet.   Joe Raedle/Getty Images/AFP
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Für Boeing sind die Zweifel an dem Kassenschlager - der US-Konzern hat noch fast 5000 offene Bestellungen für die Flugzeugreihe - ein ernsthaftes Problem. Es drohen Entschädigungsforderungen. Der Aktienkurs des US-Luft- und Raumfahrtkonzerns fiel vergangene Woche drastisch.

Zum Begräbnis der Opfer an der Holy Trinity Cathedral in Addis Ababa fanden sich Tausende ein.
Zum Begräbnis der Opfer an der Holy Trinity Cathedral in Addis Ababa fanden sich Tausende ein.
Foto: AFP

In Addis Abeba gedachten am Sonntag Tausende mit einem Trauergottesdienst der 157 Todesopfer. Im Rahmen der Zeremonie wurden 17 leere Särge in der Kathedrale zur Heiligen Dreifaltigkeit beigesetzt. Jeder Sarg, eingehüllt in die Flagge des ostafrikanischen Landes, stand symbolisch für eines der äthiopischen Opfer.

Die Identifikation der sterblichen Überreste werde bis zu sechs Monate dauern, erklärte die Verkehrsministerin. Die Behörden hätten DNA-Proben von den Angehörigen eingesammelt. Mit diesen würde ein internationales Expertenteam nun an der Identifikation arbeiten, sagte sie. Unter anderem wegen der Wucht des Aufpralls gilt eine Identifikation der sterblichen Überreste als extrem schwierig.


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