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Binden und Tampons in Schottland bald kostenlos
International 25.11.2020

Binden und Tampons in Schottland bald kostenlos

Die schottische Bevölkerung ist sichtlich erfreut über die Entscheidung.

Binden und Tampons in Schottland bald kostenlos

Die schottische Bevölkerung ist sichtlich erfreut über die Entscheidung.
Foto: dpa
International 25.11.2020

Binden und Tampons in Schottland bald kostenlos

Das Parlament in Edinburgh verabschiedete am Dienstagabend einstimmig einen Gesetzentwurf zur Bekämpfung der sogenannten Perioden-Armut.

(dpa) - Dem neuen Gesetzentwurf nach muss die schottische Regierung in den kommenden Wochen ein landesweites Programm zur Bereitstellung von Menstruationsprodukten einrichten. Schulen und Universitäten sind verpflichtet, eine Auswahl dieser Artikel kostenlos in Toiletten anzubieten. Auch andere öffentliche Einrichtungen können von der Regierung dazu veranlasst werden.

„(Ich bin) stolz darauf, für diese bahnbrechende Gesetzgebung gestimmt zu haben, die Schottland zum ersten Land der Welt macht, das kostenlose Menstruationsprodukte all denjenigen zur Verfügung stellt, die sie brauchen“, twitterte die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon. Es sei eine wichtige Maßnahme für Frauen und Mädchen.

Auf Alternativen angewiesen

Schottland gilt als Vorreiter im Kampf gegen die sogenannte Perioden-Armut. Viele haben zu wenig Geld für solche Artikel und greifen während ihrer Periode zu alten Zeitungen, Stofflappen und Klopapier. Etliche Schulen und Universitäten stellen daher bereits kostenlos Binden und Tampons zur Verfügung.


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Sexismus bis zum Mond
Heute arbeiten nicht nur Männer im All. Auch einige Frauen waren bereits auf der ISS am Werk. Doch in Sachen Frauenquote gibt es noch Luft nach oben.

Die schottische Labour-Abgeordnete Monica Lennon bezeichnete ihren Gesetzentwurf als „praktisch und fortschrittlich“. „Perioden hören nicht wegen Pandemien auf, und die Arbeit zur Verbesserung des Zugangs zu unerlässlichen Tampons, Binden und wiederverwendbaren Produkten war noch nie so wichtig wie heute“, zitierte die Nachrichtenagentur PA die Politikerin.

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