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Bildergalerie: So erinnert die Welt an das Kriegsende vor 75 Jahren
International 26 2 Min. 09.05.2020 Aus unserem online-Archiv

Bildergalerie: So erinnert die Welt an das Kriegsende vor 75 Jahren

Kampfflugzeuge vom Typ Yak-130 nehmen an einer Militärparade in Minsk teil.

Bildergalerie: So erinnert die Welt an das Kriegsende vor 75 Jahren

Kampfflugzeuge vom Typ Yak-130 nehmen an einer Militärparade in Minsk teil.
Foto: AFP
International 26 2 Min. 09.05.2020 Aus unserem online-Archiv

Bildergalerie: So erinnert die Welt an das Kriegsende vor 75 Jahren

Michael MERTEN
Michael MERTEN
Corona hat vielerorts die Pläne für große Feiern zum Gedenken des Kriegsendes zunichte gemacht. Doch weltweit wurde der Victory Day trotzdem begangen - auf stillere Weise. Eine Bildergalerie.

(mit dpa) Victory in Europe Day -  75 Jahre Kriegsende. Ein Dreivierteljahrhundert nach dem Sieg über den Nationalsozialismus, der so viel Tod und Elend über Europa und die Welt gebracht hatte. Es hätte überall auf der Welt große, überwältigende Feiern geben sollen. Rauschende Feste mit Militärparaden, mit großen Reden, mit hochdekorierten und hochbetagten Veteranen. Auch ihre Bühne. Wohl ihr letztes großes Jubiläum.

Doch dann kam Corona und machte die Pläne zunichte. Pompös, das war den meisten Planern klar, war nun nicht mehr möglich. Das Weltkriegsgedenken 2020, es wurde schließlich vielerorts auf stillere, ungewöhnlichere Weise gefeiert. Mit Altbewährtem – etwa der englischen Königin, selbst Augenzeugin des Krieges, die sich in einer Fernsehansprache an ihr Volk wandte. Und Neuem – etwa Veteranen, die in voller Uniform im Kreise ihrer Familien feierten, statt bei Paraden aufzutreten.

Menschen dekorierten liebevoll ihren heimischen Vorgarten mit Flaggengirlanden und gönnten sich im kleinen Kreis Sekt und Sieges-Cupcakes. Selbst der russische Präsident Wladimir Putin musste seine Siegesparade ein paar Nummern kleiner als gedacht konzipieren. Doch an einer spektakulären Show mit Feuerwerk und Flugzeugparaden hielt er fest. In Minsk fand allen Corona-Bedenken zu trotz eine Massen-Militärparade statt.

Unsere Bildergalerie mit Impressionen aus aller Welt:

In ihrer Fernsehansprache zitierte die britische Königin Elizabeth II. (94) die Botschaft des  VE Day: "Niemals aufgeben, niemals verzweifeln."  Die Rede wurde zur gleichen Uhrzeit ausgestrahlt wie eine Radioansprache von Elizabeths Vater, King George VI., der sich zum Kriegsende an seine Nation wandte. "Zu Beginn schien die Aussicht düster, das Ende weit entfernt und der Ausgang unklar", sagte die Monarchin. Aber der Glaube daran, das Richtige zu tun, habe die Menschen durch die schwierige Zeit getragen.


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"Ich erinnere mich lebhaft an die Jubel-Szenen, die meine Schwester und ich mit unseren Eltern und Winston Churchill (dem damaligen Premierminister) auf dem Balkon des Buckingham-Palasts miterlebten", fuhr die Queen fort. Die beiden jungen Frauen hatten sich später selbst unter die feiernde Menge auf den Straßen Londons gemischt, wie sie der BBC einmal erzählte. Doch ihr sei damals auch bewusst gewesen, dass der Krieg noch weitere Opfer fordern werde. Es dauerte noch bis August, bis mit der Kapitulation Japans auch im Pazifikraum die Waffen schwiegen.


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Die Queen erinnerte an die vielen Menschenleben, die der "furchtbare Konflikt" gefordert habe. Die beste Anerkennung für das Opfer, das sie gebracht hätten sei, "dass Länder, die einst eingefleischte Feinde waren, jetzt Freunde sind", so das britische Staatsoberhaupt.

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