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Biden zu Trump: „Sie werden mich nicht zerstören“
International 03.10.2019

Biden zu Trump: „Sie werden mich nicht zerstören“

Biden wehrte sich am Mittwoch vehement gegen die Machenschaften des US-Präsidenten.

Biden zu Trump: „Sie werden mich nicht zerstören“

Biden wehrte sich am Mittwoch vehement gegen die Machenschaften des US-Präsidenten.
Foto: AFP
International 03.10.2019

Biden zu Trump: „Sie werden mich nicht zerstören“

In der Ukraine-Affäre in den USA wird der Ton rauer. US-Präsident Trump verteidigt sich - und greift zugleich seinen Rivalen Biden und dessen Sohn an. Biden schlägt nun zurück.

(dpa) - Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Joe Biden hat die Angriffe von US-Präsident Donald Trump in der Ukraine-Affäre in ungewöhnlich scharfer Form zurückgewiesen. „Sie werden mich nicht zerstören“, sagte Biden am Mittwoch (Ortszeit) unter Applaus bei einem Wahlkampfauftritt in Reno im Bundesstaat Nevada an die Adresse Trumps. „Und Sie werden meine Familie nicht zerstören. Es ist mir egal, wie viel Geld Sie ausgeben, Herr Präsident, oder wie dreckig Ihre Angriffe werden.“ Trump hat Biden und dessen Sohn Hunter Biden wiederholt als korrupt bezeichnet.


TOPSHOT - US President Donald Trump speaks to the press as he meets with Finland's President Sauli Niinisto  (not shown) in the Oval Office of the White House on October 2, 2019 in Washington, DC. (Photo by Brendan Smialowski / AFP)
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Die Demokraten werfen dem Republikaner Trump vor, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem Telefonat Ende Juli unter Druck gesetzt zu haben, um Ermittlungen zu erwirken, die Biden schaden würden. Die Demokraten im Repräsentantenhaus haben deswegen Untersuchungen für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen Trump begonnen. Trump weist die Vorwürfe zurück.

"Perfekter Anruf"

„Der Anruf war perfekt“, sagte Trump am Mittwoch mit Blick auf sein Gespräch mit Selenskyj. Bei einer Pressekonferenz mit dem finnischen Präsidenten Sauli Niinistö im Weißen Haus verwies er erneut darauf, dass Selenskyj selber angegeben hat, auf ihn sei kein Druck ausgeübt worden. Trump redete sich bei der Pressekonferenz in Rage, beschimpfte die Medien als korrupt und wies einen Reporter zurecht, der ihn wiederholt nach Selenskyj und Biden zu befragen versuchte.


US President Donald Trump speaks to the press about a whistleblower after a swearing-in for US Secretary of Labor Eugene Scalia in the Oval Office of the White House September 30, 2019, in Washington, DC. (Photo by Brendan Smialowski / AFP)
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Trump beschuldigt Biden, sich als US-Vizepräsident um die 2016 erfolgte Entlassung des ukrainischen Generalstaatsanwalts bemüht zu haben, um Bidens Sohn vor der Justiz zu schützen. Hunter Biden war bei einem ukrainischen Gaskonzern tätig, gegen den zwischenzeitlich wegen angeblich krummer Geschäfte ermittelt wurde. Trump hat keine Belege für seine Anschuldigungen vorgelegt.

Aussichtsreicher Kandidat

Biden sagte, Trump wisse, dass die Vorwürfe unwahr seien. Er habe in der Ukraine die offizielle US-Politik verfolgt, die darauf abgezielt habe, die Korruption in dem Land auszurotten. Das sei in Abstimmung unter anderem mit den europäischen Verbündeten und dem Internationalen Währungsfonds erfolgt. Gegen den damaligen Generalstaatsanwalt der Ukraine waren Korruptionsvorwürfe erhoben worden. Biden bewirbt sich um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten und liegt in Umfragen vor seinen Mitbewerbern.


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