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Biden sichert sich offiziell Nominierung der US-Demokraten
International 06.06.2020 Aus unserem online-Archiv

Biden sichert sich offiziell Nominierung der US-Demokraten

Biden am 5. Juni in Delaware.

Biden sichert sich offiziell Nominierung der US-Demokraten

Biden am 5. Juni in Delaware.
Foto: AFP
International 06.06.2020 Aus unserem online-Archiv

Biden sichert sich offiziell Nominierung der US-Demokraten

Der Demokrat Joe Biden hat sich nach eigenen Angaben die nötigen Stimmen für die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei gesichert.

(dpa/SC) - Biden erklärte in der Nacht zum Samstag, mit den Erfolgen bei den jüngsten Vorwahlen habe er sich nun mehr als die nötigen 1.991 Delegiertenstimmen für die Nominierung der Partei gesichert. Damit kann es nun als sicher gelten, dass er bei der Wahl am 3. November für die Demokraten gegen den Republikaner Donald Trump antreten wird, der sich um eine zweite Amtszeit bemüht.

Er werde sich als Präsident darum bemühen, das Land nach den polarisierenden Jahren unter Trump zu einen, versprach Biden. Er werde die Wirtschaft stärken und für Chancengleichheit kämpfen, erklärte der 77-Jährige weiter. Biden war zuletzt unter Präsident Barack Obama Vizepräsident gewesen.

Biden galt nach dem Ausscheiden seiner Mitbewerber bereits als designierter Kandidat der Demokraten - er ist der einzig verbleibende Präsidentschaftsbewerber seiner Partei. Nun hat er auch die nötigen Stimmen für die Nominierung - und dürfte bei den noch ausstehenden Vorwahlen sicher noch dazugewinnen. Bernie Sanders, Senator von Vermont, war im April ausgestiegen. Sein Name bleibt allerdings auf den Wahlzetteln, er erhofft sich dadurch mehr Mitspracherecht beim Parteitag.


Former vice president and Democratic presidential candidate Joe Biden speaks about the unrest across the country from Philadelphia City Hall on June 2, 2020, in Philadelphia, Pennsylvania, contrasting his leadership style with that of US President Donald Trump, and calling George Floyd's death "a wake-up call for our nation." (Photo by JIM WATSON / AFP)
Joe Biden, der Schattenpräsident
Joe Biden taucht nach Wochen der Corona-Quarantäne wieder in der Öffentlichkeit auf. Nicht in der Rolle des Herausforderers Donald Trumps, sondern als Schattenpräsident.

Am Dienstag hatten die Bundesstaaten Indiana, Maryland, Montana, New Mexico, Pennsylvania, Rhode Island und South Dakota sowie die US-Hauptstadt Washington Vorwahlen abgehalten - mitten in der Corona-Pandemie und der anhaltenden Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt im Land. Biden konnte sich dabei erwartungsgemäß überall durchsetzen. Die nächsten Vorwahlen stehen nach bisheriger Planung am 9. Juni in Georgia und West Virginia an.

Durch die Corona-Pandemie ist der US-Wahlkampf komplett auf den Kopf gestellt. Kundgebungen sind wegen der Ausbreitung des Virus seit Wochen abgesagt. Viele Vorwahlen wurden verschoben, auch der Parteitag der Demokraten wurde von Juli auf August verlegt. Ob und wann wieder große Wahlkampfveranstaltungen stattfinden können, ist unklar. Viele Bundesstaaten haben die Vorwahlen ganz auf Briefwahl umgestellt oder diese Option zumindest deutlich ausgebaut.


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