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Bewaffnete greifen Universität in Pakistan an
International 20.01.2016 Aus unserem online-Archiv
Mindestens 19 Tote

Bewaffnete greifen Universität in Pakistan an

Rettungskräfte erreichen das Universitätsgelände, wie der Screenshot zeigt.
Mindestens 19 Tote

Bewaffnete greifen Universität in Pakistan an

Rettungskräfte erreichen das Universitätsgelände, wie der Screenshot zeigt.
REUTERS
International 20.01.2016 Aus unserem online-Archiv
Mindestens 19 Tote

Bewaffnete greifen Universität in Pakistan an

3000 Studenten befinden sich auf dem Gelände, als mutmaßliche islamistische Extremisten in eine Universität bei Peshawar eindringen. Mindestens 19 Menschen seien getötet worden, heißt es.

(dpa) - Bei einem Überfall mutmaßlicher islamistischer Extremisten auf eine Universität nahe der Stadt Peshawar in Pakistan sind mindestens 19 Menschen getötet worden. Das sagte ein Angestellter des örtlichen Krankenhauses, Zubair Ali, am Mittag (Ortszeit).

Der Gesundheitsminister der Provinz, Shaukat Yusufzai, sagte dem Fernsehsender „Geo“, 25 Menschen seien ums Leben gekommen. Unter ihnen sind laut Universität und Polizei mindestens zwei Studenten, zwei Wächter, ein Professor und ein Polizist. Nach Militärangaben wurden vier Angreifer getötet. Ein Militärsprecher twitterte nach mehr als dreistündigen Kämpfen am Mittag, die Schusswechsel hätten aufgehört. Einheiten durchsuchten das Gelände.

3000 Studenten auf dem Gelände

Der Angriff hatte gegen 9.30 Uhr (Ortszeit) begonnen. Kurz darauf trafen Einheiten des Militärs ein.

Fernsehbilder zeigten, wie Hunderte Studenten aus der Universität flohen. Der Vize-Kanzler der Universität, Fazl Rahim, berichtete Medien am Telefon, es seien etwa 3000 Studenten auf dem Gelände. „Bisher wurde keiner von ihnen verletzt oder als Geisel genommen.“

Die Provinz Khyber Pakhtunkhwa ist eine Hochburg islamistischer Taliban-Kämpfer. Im Dezember 2014 hatten Islamisten in einer Schule in Peshawar 136 Kinder umgebracht. Die Tat wurde zum nationalen Trauma und zum Ausgangspunkt einer neuen Strategie gegen einige der militanten Gruppen im Land, vor allem gegen die verschiedenen Talibangruppen.


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