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Bettel: "Mir fehlen die Worte"
International 20.12.2016 Aus unserem online-Archiv
Luxemburger Reaktionen

Bettel: "Mir fehlen die Worte"

Sichtlich ergriffen kommentierte Xavier Bettel die Ereignisse in Berlin.
Luxemburger Reaktionen

Bettel: "Mir fehlen die Worte"

Sichtlich ergriffen kommentierte Xavier Bettel die Ereignisse in Berlin.
Archivfoto: Guy Jallay
International 20.12.2016 Aus unserem online-Archiv
Luxemburger Reaktionen

Bettel: "Mir fehlen die Worte"

Tom RÜDELL
Tom RÜDELL
Premierminister Xavier Bettel ist schockiert über den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin. Er ist damit nicht allein: Viele Luxemburger Politiker meldeten sich zu Wort.

(ml/tom) - Premierminister Xavier Bettel zeigte sich gegenüber dem "Luxemburger Wort" schockiert über die Ereignisse in Berlin: "Meine ersten Gedanken gehen an die Familien der Opfer. Mir fehlen die Worte." Dem Anschein nach handele es sich um eine vorsätzliche Attacke. Die Ermittlung müsse jedoch den genauen Tathergang klären. Im Laufe des Morgens wollte Bettel Kontakt mit Bundeskanzlerin Angela Merkel aufnehmen.

Außenminister Jean Asselborn erhielt die schlechte Nachricht bei seiner Ankunft in Kairo, wo der Gipfel der Arabischen Liga stattfindet. Im Gespräch mit dem "Luxemburger Wort" bezeichnete Asselborn das Blutbad als einen "nicht zu rechtfertigenden Akt der Barbarei". Um zu verhindern, dass sich die Gewalt weiter ausbreitet, müssten die Europäische Union und die Mitgliedstaaten der Arabischen Liga Sorge dafür tragen, dass die Hebel der Demokratie funktionieren.

Eine Reform des UN-Sicherheitsrates dränge sich auf, damit dieses Gremium endlich handeln könne. Der israelisch-palästinensische Konflikt zähle zu den grundlegenden Ursachen derartiger Massaker, unterstreicht der dienstälteste EU-Außenminister. Entscheidend sei, dass man nicht auf eine Zweistaatenlösung verzichte.

Asselborn würde es für einen Fehler halten, wenn der designierte US-Präsident Donald Trump die amerikanische Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen würde. Eine derartige Entscheidung hätte eine "ungeheure Wirkung".

Auch zahlreiche andere luxemburgische Politiker haben sich in den sozialen Netzwerken zu Wort gemeldet, um den Opfern der Bluttat und dem deutschen Volk ihr Beileid auszusprechen. Die meisten Solidaritätsbekundungen waren in deutscher Sprache verfasst.

Die Bürgermeisterin von Luxemburg-Stadt, Lydie Polfer, hat ein Beileidsschreiben an ihren Amtskollegen Michael Müller, den Regierenden Bürgermeister von Berlin, gesandt. Mit "Entsetzen und  großer Bestürzung" habe sie von der Nachricht erfahren. Polfer sichert Müller "Unterstützung und Solidarität in dieser schweren Zeit" zu.

Auch der großherzogliche Hof sandte ein Kondolenz-Telegramm nach Berlin. Großherzog Henri schrieb: "In dieser Stunde der Trauer eint uns unsere Solidarität für den Erhalt unserer gemeinsamen Werte."

LSAP-Fraktionschef Alex Bodry bezeichnete auf Twitter die Ereignisse in Berlin als schrecklich, was auch immer die Ursache dafür sei.

Auch CSV-Fraktionschef Claude Wiseler und seine Parteikollegin Viviane Reding haben ihre Solidarität bekundet.


Der außenpolitische Sprecher der CSV, Laurent Mosar, findet die Wahl des Tatortes und des Datums besonders perfide.


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