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Bettel: Beim Kampf gegen den Terror sind alle gefragt
International 28.09.2015 Aus unserem online-Archiv
UN-Vollversammlung

Bettel: Beim Kampf gegen den Terror sind alle gefragt

Bettel sprach vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen die Frage der Gleichberechtigung an.
UN-Vollversammlung

Bettel: Beim Kampf gegen den Terror sind alle gefragt

Bettel sprach vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen die Frage der Gleichberechtigung an.
REUTERS
International 28.09.2015 Aus unserem online-Archiv
UN-Vollversammlung

Bettel: Beim Kampf gegen den Terror sind alle gefragt

Der Luxemburger Premier sprach vor der UN-Vollversammlung über die Entwicklungsziele. Bei einem Treffen mit US-Präsident Obama geht es um den Kampf gegen den Islamischen Staat.

Luxemburgs Regierungschef begibt sich in New York in die Arena der Großen und Mächtigen. Beim UN-Entwicklungsgipfel kündigte er an, dass Luxemburg einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels von 140 Millionen Euro von 2014 bis 2020 leisten werde.

Die von der Vollversammlung der Vereinten Nationen verabschiedeten nachhaltigen Entwicklungsziele wecken Hoffnungen. Wie ist Ihr Eindruck vom UNO-Gipfel?

An die 2001 verabschiedeten Milleniumsziele haben viele nicht geglaubt. Heute zeigt sich, dass sie eine enorm positive Wirkung hatten. Die Kinderlähmung ist fast besiegt. Die Kinderarmut hat abgenommen. All dies macht uns Mut, die 17 neuen Entwicklungsziele nach Kräften zu unterstützen. Luxemburg steht zu seinem Engagement und wird auch weiterhin seine Entwicklungszusammenarbeit mit einem Prozent seines BIP finanzieren.

Auf Einladung von Präsident Obama werden Sie an einem Leader-Treffen teilnehmen, bei dem es um den Kampf gegen den islamischen Staat geht. Wie stehen Sie zu den aktuellen Initiativen in dieser Hinsicht?

Es bleibt abzuwarten, ob die von Herrn Putin initiierte Koalition Resultate vorzeigen kann. Ich billige die Aktion gegen die Terroristen, solange alle Religionsgemeinschaften daran beteiligt sind. Jordanien, Saudi-Arabien und andere islamische Nachbarländer müssen sich an der Koalition beteiligen. Die russische Initiative sollte nicht zum Kampf der Christen gegen Muslime werden.

Sie haben an der Geberkonferenz zu der Gleichberechtigung der Geschlechter teilgenommen. Was war Ihre Botschaft?

Nur Regierungschefs durften dort das Wort ergreifen. Ich habe u. a. die Maßnahmen der Luxemburger Regierung vorgestellt, um Berufs- und Familienleben besser vereinbar zu machen.

Interview: Pierre Leyers


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