Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Bernie Sanders geht als Favorit in zweite US-Vorwahl
International 2 Min. 11.02.2020

Bernie Sanders geht als Favorit in zweite US-Vorwahl

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders bei einem Wahlkampfevent an der University of New Hampshire in Durham, New Hampshire.

Bernie Sanders geht als Favorit in zweite US-Vorwahl

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders bei einem Wahlkampfevent an der University of New Hampshire in Durham, New Hampshire.
Foto: AFP
International 2 Min. 11.02.2020

Bernie Sanders geht als Favorit in zweite US-Vorwahl

Die Wahl in New Hampshire dürfte die Stoßrichtung der Partei deutlich machen. Für eine Überraschung könnte erneut Ex-Bürgermeister Buttigieg sorgen.

(dpa) - Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten geht der linke Senator Bernie Sanders Umfragen zufolge am Dienstag als Favorit in die zweite Vorwahl. Bei einem Wahlkampfevent am Montagabend an der University of New Hampshire bekam der Senator aus Vermont prominente Unterstützung: Die US-Rockband "The Strokes" heizten der Menge an der University of New Hampshire ein.

Dicht auf Bernie Sanders Fersen dürfte im nordöstlichen Bundesstaat New Hampshire der gemäßigte frühere Bürgermeister Pete Buttigieg folgen. Er war in der vergangenen Woche nach der ersten Abstimmung in Iowa überraschend knapp in Führung gegangen. Auch die Plätze drei und vier werden hart umkämpft sein, denn Kandidaten, die schlechter abschneiden, könnte der nötige Schwung ausgehen, weiter im Rennen zu bleiben.

Der moderate Ex-Vizepräsident Joe Biden, der in landesweiten Umfragen lange als Favorit galt, hat seine Anhänger bereits vor einem schlechten Abschneiden gewarnt. In Iowa war er nur auf einen enttäuschenden vierten Platz gekommen. Die linke Senatorin Elizabeth Warren und ihre gemäßigte Amtskollegin Amy Klobuchar haben Umfragen zufolge ebenfalls Chancen auf die Plätze drei und vier. Bei den Republikanern wiederum gelten die Vorwahlen als Formsache: Präsident Donald Trump hat keine ernstzunehmende parteiinterne Konkurrenz.


SALEM, NEW HAMPSHIRE - FEBRUARY 09: Democratic presidential candidate, former South Bend, Indiana Mayor Pete Buttigieg speaks at a town hall campaign event at Salem High School February 09, 2020 in Salem, New Hampshire. New Hampshire holds its first-in-the-nation primary in two days.   Win McNamee/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==
Vorwahlen in New Hampshire: Kein Zurück in die Zukunft
Die Vorwahlen der Demokraten am Dienstag in New Hampshire könnten für Klarheit sorgen. Die unterlegenen Kandidaten sollten schnell die Reihen schließen.

Die ersten Wahllokale sollen um 6.00 Uhr (Ortszeit/12.00 Uhr MEZ) öffnen, die letzten um 20.00 Uhr (Ortszeit/2.00 Uhr MEZ Mittwoch) schließen. Im Anschluss wird mit ersten Ergebnissen gerechnet.

Umkämpftes Feld

Die Favoriten in New Hampshire sind einander zuletzt heftig angegangen: Der bekennende "demokratische Sozialist" Sanders (78) kritisiert, dass Buttigiegs Kampagne Spenden von Milliardären erhält. Der 38-jährige Ex-Bürgermeister wiederum wirft Sanders vor, unrealistische Programme vorzuschlagen, die nicht finanzierbar seien.

Buttigieg stellt sich als am besten geeignet dar, Wähler der Mitte zu gewinnen, um Trump zu besiegen. Ex-Vizepräsident Biden (77) wiederum, der Buttigieg die gemäßigten Wähler streitig machen will, kritisiert den früheren Rathauschef aus der Stadt South Bend als unerfahren.

Von links nach rechts: Pete Buttigieg, Elizabeth Warren, Joe Biden, Bernie Sanders.
Von links nach rechts: Pete Buttigieg, Elizabeth Warren, Joe Biden, Bernie Sanders.
Fotos: AFP

Sanders kann einem Durchschnitt von Umfragen zufolge auf fast 29 Prozent der Stimmen hoffen, Buttigieg auf 21 Prozent. Dieser könnte seinen Stimmanteil aber verbessern durch sein gutes Abschneiden in Iowa, das von den Umfragen nur begrenzt berücksichtigt ist. Biden, Warren und Klobuchar können demnach nur auf etwa 11 Prozent hoffen.

Wahlen mit Signalwirkung

Bei den Vorwahlen in New Hampshire werden nur 24 Delegiertenstimmen vergeben. Um sich die Präsidentschaftskandidatur der Partei zu sichern, muss ein Bewerber fast 2000 Stimmen gewinnen.


SOMERSWORTH, NEW HAMPSHIRE - FEBRUARY 05: Democratic presidential candidate former Vice President Joe Biden gets on his campaign bus after speaking on February 05, 2020 in Somersworth, New Hampshire. Following his fourth-place finish in the Iowa Caucus, the former vice president is seeking to gather momentum for his candidacy in New Hampshire.   Spencer Platt/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==
Die Aura des Verlierers
Joe Biden sinkt nach der Schlappe bei den Vorwahlen der Demokraten in Iowa in den Umfragen wie ein Stein. In New Hampshire kämpft der eben noch als Favorit gesetzte Ex-Vizepräsident um sein politisches Überleben.

Die Bedeutung der Abstimmung liegt daher vor allem in ihrer Signalwirkung zu Beginn des langen Vorwahlkampfs: Ein gutes Abschneiden kann Kandidaten wichtigen Rückenwind geben, eine Niederlage kann dazu führen, dass die Parteispenden zurückgehen und Bewerber aufgeben müssen. Die erste große Entscheidung, bei der es um Hunderte Delegiertenstimmen gehen wird, steht am 3. März an. Am sogenannten "Super Tuesday" wird in mehr als einem Dutzend US-Bundesstaaten abgestimmt werden.

Die Vorwahlen ziehen sich dann noch bis Juni hin. Anschließend küren beide Parteien ihren Präsidentschaftskandidaten offiziell. Die Präsidentenwahl ist für den 3. November angesetzt.

In einer landesweiten Umfrage der Universität Quinnipiac vom Montag lag Sanders mit 25 Prozent Zustimmung in Führung gefolgt von Biden (17 Prozent). Der frühere New Yorker Bürgermeister Mike Bloomberg, der in Iowa und New Hampshire gar nicht antrat, setzte seinen Vormarsch weiter fort und kam mit 15 Prozent auf den dritten Platz. Bloomberg konzentriert sich auf eine Kandidatur in den größeren Bundesstaaten, die bedeutend mehr Delegiertenstimmen vergeben.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Die Aura des Verlierers
Joe Biden sinkt nach der Schlappe bei den Vorwahlen der Demokraten in Iowa in den Umfragen wie ein Stein. In New Hampshire kämpft der eben noch als Favorit gesetzte Ex-Vizepräsident um sein politisches Überleben.
SOMERSWORTH, NEW HAMPSHIRE - FEBRUARY 05: Democratic presidential candidate former Vice President Joe Biden gets on his campaign bus after speaking on February 05, 2020 in Somersworth, New Hampshire. Following his fourth-place finish in the Iowa Caucus, the former vice president is seeking to gather momentum for his candidacy in New Hampshire.   Spencer Platt/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==
Vorwahl: Iowa hat gezählt - Buttigieg knapp vorne
Eine technische Panne hat die erste Vorwahl der Demokraten in Iowa überschattet. Erst Tage später zeichnet sich ab, wer sich in dem Bewerberfeld behaupten konnte. Die Kandidaten konzentrieren sich schon auf die nächste Etappe.
US Presidential Candidate and former South Bend, Indiana mayor Pete Buttigieg speaks to veterans and members of the public at a town hall event at the American Legion Post 98 in Merrimack, New Hampshire on February 6, 2020. (Photo by Joseph Prezioso / AFP)
Ein langer Weg
US-Präsident Donald Trump verspürt im Moment Rückenwind. Bislang haben die Demokraten keine Antwort auf ihn gefunden.
WASHINGTON, DC - FEBRUARY 04: President Donald Trump departs the U.S. Capitol after the State of the Union address in the chamber of the U.S. House of Representatives on February 04, 2020 in Washington, DC. President Trump delivers his third State of the Union to the nation the night before the U.S. Senate is set to vote in his impeachment trial.   Mark Wilson/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==
Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.