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Bernard Preynat: Acht Jahre Haft gefordert
International 17.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Bernard Preynat: Acht Jahre Haft gefordert

Preynat hatte seine Taten während des Prozesses weitgehend zugegeben.

Bernard Preynat: Acht Jahre Haft gefordert

Preynat hatte seine Taten während des Prozesses weitgehend zugegeben.
Foto: AFP
International 17.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Bernard Preynat: Acht Jahre Haft gefordert

Im Missbrauchsprozess gegen einen ehemaligen Priester hat die Staatsanwaltschaft in Lyon mindestens acht Jahre Gefängnis gefordert.

dpa) - Das Gericht will seine Entscheidung im Fall des bekannten Ex-Priesters Bernard Preynat am 16. März fällen, wie französische Medien am Freitag übereinstimmend berichteten. Preynat soll in den 1980er Jahren Dutzende Kinder sexuell missbraucht haben. Dem aus dem Berlinale-Spielfilm „Grâce à Dieu“ bekannten Preynat war bereits im Sommer von einem Kirchengericht der Klerikerstatus entzogen worden.


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Der 74-Jährige hatte während des Prozesses einen Großteil seiner Taten zugegeben. Er stand vor Gericht unter anderem zehn Opfern gegenüber, bei denen die Anschuldigungen noch nicht verjährt sind. Die Staatsanwaltschaft begründete am Freitag das geforderte Strafmaß mit dem jungen Alter der Opfer, der Vielzahl der Straftaten und seiner Autorität als Priester. „Sie haben nicht einen Mann der Kirche vor sich, sondern einen außergewöhnlichen Mann, einen Pädophilen, einen Perversen“, zitierte die Zeitung „La Croix“ die Staatsanwältin.


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Der Fall ist zu einer Art Sinnbild des sexuellen Missbrauchs in der französischen Kirche geworden. Obwohl viele in der Kirche von den Vorwürfen gewusst haben sollen, war Preynat einfach immer wieder nur versetzt worden. Der Fall hatte auch zum Sturz des obersten katholischen Würdenträgers in Frankreich geführt. Kardinal Philippe Barbarin war im März wegen Vertuschung der Missbrauchsvorwürfe verurteilt worden und ließ sein Amt ruhen. Er hatte gegen die Entscheidung Berufung eingelegt - das Verfahren soll Ende Januar beginnen.    


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