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Bald "Weißbuch der Europäischen Union": Juncker für Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten
Jean-Claude Juncker will früher als geplant ein "Weißbuch" vorstellen.

Bald "Weißbuch der Europäischen Union": Juncker für Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten

Foto: AFP
Jean-Claude Juncker will früher als geplant ein "Weißbuch" vorstellen.
International 23.02.2017

Bald "Weißbuch der Europäischen Union": Juncker für Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel wirbt auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker für ein Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten.

(dpa) - Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel wirbt auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker für ein Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten. Um einen festen Kern könne es verschiedene konzentrische Kreise geben, sagte Juncker am Donnerstag bei einer Veranstaltung im belgischen Louvain-la-Neuve.

Nicht jedes Land werde bei jedem Gemeinschaftsprojekt mitmachen, so etwa bei der verstärkten Zusammenarbeit in Verteidungsfragen oder bei Wissenschaftsprogrammen. „Wem es in der Küche zu heiß wird, der sucht die frische Luft“, sagte Juncker. Im „Orbit“ könnten auch Großbritannien nach dem Brexit oder die Türkei der EU verbunden bleiben - „oder andere, die davon noch nichts wissen“.

Die Kommission wird nach Junckers Worten wahrscheinlich kommende Woche ihr angekündigtes Weißbuch zur Zukunft der EU vorlegen - früher als ursprünglich geplant. Es soll Vorschläge enthalten, wie sich die Gemeinschaft in den nächsten Jahren weiter entwickeln könnte. Doch handelt es sich nach Junckers Worten nicht um eine „Bibel“, sondern um eine Grundlage für eine Debatte „ohne Tabus“.

Juncker hatte am Mittwochabend in Berlin mit Bundeskanzlerin Merkel gesprochen, die bereits Anfang Februar die Idee eines Europas unterschiedlicher Geschwindigkeiten aufgegriffen hatte. Die EU debattiert seit Monaten, wie sie sich nach dem erwarteten Ausscheiden Großbritanniens neu aufstellen will. Erste Weichen sollen bei der Feier zum 60. Jubiläum der Römischen Verträge am 25. März gestellt werden.


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