Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Bald-Kardinal Hollerich trifft sich in Rom mit Seenotrettern
International 04.10.2019

Bald-Kardinal Hollerich trifft sich in Rom mit Seenotrettern

Schon seit einigen Tagen hält sich Hollerich im Vatikan auf.

Bald-Kardinal Hollerich trifft sich in Rom mit Seenotrettern

Schon seit einigen Tagen hält sich Hollerich im Vatikan auf.
Foto: Anouk Antony
International 04.10.2019

Bald-Kardinal Hollerich trifft sich in Rom mit Seenotrettern

Michael MERTEN
Michael MERTEN
Der Luxemburger Erzbischof ist für seinen flüchtlingsfreundlichen Kurs bekannt. Kurz bevor er am Samstag vom Papst zum Kardinal erhoben wird, hat sich Jean Claude Hollerich nun in Rom mit Seenotrettern getroffen.

Schon seit einigen Tagen hält sich Hollerich im Vatikan auf. Dabei nutzt er die neuen Medien zum Dialog mit den Gläubigen, seit Neuestem postet er nicht mehr nur auf Facebook und Twitter, sondern auch auf Instagram als „cardinal_jch“. In einem seiner ersten Beiträge setzte er am Freitag ein Zeichen, dass er auch im neuen Amt als Kardinal seinem flüchtlingsfreundlichen Kurs treu bleiben will. Ein von Hollerich gepostetetes Foto zeigt seine Begegnung mit Vertretern von „Mediterranea saving humans“.

Die italienische Nichtregierungsorganisation setzt sich mit den beiden Schiffen „Mare Jonio“ und „Alex“ für die Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer ein. Ähnlich wie die berühmt gewordene deutsche Kapitänin der „Sea-Watch“, Carola Rackete, waren die beiden Schiffe in Konflikt mit den Behörden geraten; der frühere italienische Innenminister Matteo Salvini hatte der „Alex“ verboten, mit Schiffbrüchigen an Bord die Insel Lampedusa anzufahren.


LESBOS REFUGEES ©christophe Olinger
Flüchtlingscamp: Besuch in der Hölle von Moria
Auf der griechischen Insel Lesbos sitzen Tausende Flüchtlinge in Lagern fest. Erzbischof Jean-Claude Hollerich hat die Menschen besucht. Ein Bericht über Menschen ohne Hoffnung und Perspektive.

Hollerich, der sich mehrere Stunden lang mit Vertretern der NGO über die Migrationskrise austauschte, stärkte den Aktivisten den Rücken: „Ich bin berührt von Ihren Geschichten und Ihren Erfahrungen“, so Hollerich auf Instagram. Er versicherte den drei Italienern: „Luca, Beppe, Don Mattia: Auf mich können Sie sich immer verlassen!“

Im Mai hatte Hollerich im Rahmen einer vatikanischen Delegation die griechische Insel Lesbos besucht, wo Tausende Flüchtlinge in Lagern festsitzen. „Wir müssen etwas tun“, sagte Hollerich damals dem Luxemburger Wort. Wiederholt sprach er sich für eine solidarische Flüchtlingsverteilung in Europa aus. Es gelte, die EU-Länder zu überzeugen, „dass man die Menschen nicht im Dreck sitzen lassen kann. Griechenland macht viel, aber mehr geht nicht“, sagt er.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.