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Bald Impfpflicht gegen Masern in Deutschland
International 17.07.2019 Aus unserem online-Archiv

Bald Impfpflicht gegen Masern in Deutschland

Bald Impfpflicht gegen Masern in Deutschland

Foto: Arne Dedert/dpa
International 17.07.2019 Aus unserem online-Archiv

Bald Impfpflicht gegen Masern in Deutschland

Wer seine Kinder in einer Kita oder Schule einschreiben will, muss demnächst einen gültigen Impfnachweis vorzeigen.

(dpa) - In Deutschland soll es bald eine Impfpflicht gegen Masern geben. Die Regierung beschloss bei ihrer Kabinettssitzung am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzentwurf.

Ab März 2020 müssen Eltern vor der Aufnahme ihrer Kinder in eine Kindertagesstätte (Kita) oder Schule nachweisen, dass diese geimpft sind. Die Impfpflicht gilt auch für Tagesmütter und für das Personal in Kitas, Schulen, in der Medizin und in Gemeinschaftseinrichtungen, wie Flüchtlingsunterkünften. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 2500 Euro. Ungeimpfte Kinder dürfen in Kitas nicht mehr aufgenommen werden.


ARCHIV - 20.03.2019, Hannover: Die Aufschrift "Masern" steht auf einem Impfpass. (zu dpa «Kreisverwaltung Südliche Weinstraße zum Thema Ausbruch von Masern im Landkreis und der Stadt Landau» vom 02.04.2019) Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Kinder und Personal, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes im kommenden März schon in einer Kita, Schule oder Gemeinschaftseinrichtung sind, müssen die Impfung bis spätestens 31. Juli 2021 nachweisen. Erbracht werden kann der Nachweis durch den Impfausweis, das gelbe Kinderuntersuchungsheft oder durch ein ärztliches Attest, aus dem hervorgeht, dass man die Masern schon hatte.

„Wir wollen möglichst alle Kinder vor einer Masernansteckung bewahren“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Mittwoch. Deshalb führe man den verpflichtenden Impfschutz ein. Hintergrund ist ein weltweiter Anstieg der Masernerkrankungen. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 543 Fälle gemeldet. In den ersten Monaten dieses Jahres schon mehr als 400 Fälle.

Nach dem Kabinett muss jetzt noch der Bundestag zustimmen. Im Bundesrat (Länderkammer) ist laut Gesundheitsministerium keine Zustimmung nötig.


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