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Bald elf Milliarden Menschen?: Auf der Erde wird es immer enger
International 2 Min. 24.06.2017

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REUTERS
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Bald elf Milliarden Menschen?: Auf der Erde wird es immer enger

Marc SCHLAMMES
Marc SCHLAMMES
Zwar sagen die Vereinten Nationen für die kommenden Jahre eine fallende globale Geburtenrate voraus. Dennoch sollen sich am Ende des Jahrhunderts mehr als elf Milliarden Mensch auf der Welt drängen.

Von Jan Dirk Herbermann (Genf)

Die Weltbevölkerung wächst und wächst: Leben heute 7,6 Milliarden Menschen auf der Erde, sollen es im Jahr 2050 bereits 9,8 Milliarden Menschen sein. Im Jahr 2100 wird die Weltbevölkerung dann auf 11,2 Milliarden Menschen gewachsen sein. Diese Prognose veröffentlichte die Abteilung für Wirtschaft und Soziales der Vereinten Nationen.

Jährlicher Zuwachs von 83 Millionen Menschen

Die Experten gehen laut ihrem Report davon aus, dass die Weltbevölkerung über die nächsten Jahre durchschnittlich um rund 83 Millionen Menschen zunehmen werde. Das entspricht in etwa der heutigen Einwohnerzahl von Deutschland. Im Jahr 1990 lebten auf der Welt noch 5,3 Milliarden Männer, Frauen und Kinder.

Die UN präsentierten den Bericht im Vorfeld des Weltbevölkerungstages am 11. Juli. Der demographische Zuwachs findet laut den Fachleuten vor allem in den 47 ärmsten Ländern statt. Die Bevölkerung in diesen Ländern nehme von heute einer Milliarde Menschen auf 1,9 Milliarden zur Mitte des Jahrhunderts zu. Dort gebären Frauen im Durchschnitt 4,3 Kinder.

Weltweite fallende Geburtenrate

Zum Vergleich:In Europa brachten Frauen in den Jahren 2010 bis 2015 im Durchschnitt 1,6 Kinder auf die Welt. Bei Statistikern gilt die Faust-Regel: Frauen müssen im Durchschnitt 2,1 Kinder auf die Welt bringen, um die Bevölkerungszahl eines Landes stabil zu halten.Weltweit aber rechnen die UN-Experten mit einer fallenden Geburtenrate.

AFP

Zwischen 2010 und 2015 betrug die globale Rate 2,5 Kinder pro Frau, bis 2100 sollen es nur noch zwei Kinder pro Frau sein. Ein weiterer Faktor des weltweiten Bevölkerungswachstums ist die steigende Lebenserwartung. Die Zahl der Menschen in einem Alter von über 60 Jahre wird sich laut den UN-Schätzungen von heute eine Milliarde auf 3,1 Milliarden im Jahr 2100 mehr als verdreifachen. Der medizinische Fortschritt und eine bessere Betreuung machen es möglich, dass die Menschen immer älter werden. Das gilt laut den UN nicht nur für die reichen Länder, sondern auch für ärmere Länder wie in Afrika.

Indien überholt China, Nigeria überflügelt die USA

Und wo werden die meisten Menschen leben? Die UN-Experten zeigen auf Indien. Noch zählt der asiatische Gigant 1,3 Milliarden Einwohner. Den Berechnungen zufolge wird Indien aber bis 2024 China, den anderen asiatischen Giganten als bevölkerungsreichstes Land ablösen. In China leben derzeit den UN-Angaben nach 1,4 Milliarden Menschen. Zudem werde bis 2050 Nigeria die USA als Land mit der drittgrößten Bevölkerung der Welt verdrängen.


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