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Australischer Erzbischof wegen Vertuschung schuldig gesprochen
International 22.05.2018 Aus unserem online-Archiv

Australischer Erzbischof wegen Vertuschung schuldig gesprochen

Erzbischof Philip Wilson drohen zwei Jahre Haft.

Australischer Erzbischof wegen Vertuschung schuldig gesprochen

Erzbischof Philip Wilson drohen zwei Jahre Haft.
Peter Lorimer/AAP/dpa
International 22.05.2018 Aus unserem online-Archiv

Australischer Erzbischof wegen Vertuschung schuldig gesprochen

Erzbischof Philip Wilson soll verhindert haben, dass ein anderer Geistlicher wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger zur Rechenschaft gezogen werden konnte. Dafür drohen Wilson jetzt zwei Jahre Haft.

 (dpa) - Wegen der Vertuschung von Missbrauchsvorwürfen gegen einen anderen Geistlichen ist der australische Erzbischof Philip Wilson am Dienstag schuldig gesprochen worden. Dem 67-Jährigen drohen nun bis zu zwei Jahre Gefängnis. Das Strafmaß wird erst später verkündet. Ein Gericht in Newcastle kam zu der Überzeugung, dass der heutige Erzbischof von Adelaide in den 1970er Jahren verhinderte, dass ein pädophiler Priester zur Rechenschaft gezogen werden konnte. Der Geistliche soll sich an mindestens vier Jungen vergangen haben.

Der Erzbischof behauptete, keine Erinnerung an ein Gespräch mehr zu haben, in dem sich ihm damals einer der Jungen offenbart hatte. Das Gericht schenkte ihm aber keinen Glauben.


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