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Australien: Vater rettet Kleinkind aus Maul eines Dingos
Ein Dingo im Featherdale Tierpark in seinem Gehege. Auf der australischen Insel Fraser Island hat ein campender Vater seinen 14 Monate alten Sohn offenbar im letzten Moment aus dem Maul eines Dingos befreit.

Australien: Vater rettet Kleinkind aus Maul eines Dingos

Foto: Reinhard Kaufhold/dpa-Zentralbil
Ein Dingo im Featherdale Tierpark in seinem Gehege. Auf der australischen Insel Fraser Island hat ein campender Vater seinen 14 Monate alten Sohn offenbar im letzten Moment aus dem Maul eines Dingos befreit.
International 19.04.2019

Australien: Vater rettet Kleinkind aus Maul eines Dingos

Auch wenn Dingos Haushunden ähneln, die australischen Wildtiere können vor allem für Kinder gefährlich werden.

(dpa) - Auf der australischen Insel Fraser Island hat ein campender Vater seinen 14 Monate alten Sohn offenbar im letzten Moment aus dem Maul eines Dingos befreit. Mehrere Wildhunde waren nachts in den Wohnwagen der Familie des Jungen eingedrungen und hatten ihn von seinen schlafenden Eltern weggezerrt, wie örtliche Medien am Freitag berichteten. Demnach wachte der Vater erst vom Schreien des Kindes auf, als sich einer der Dingos bereits mit seinem Sohn in die Büsche schlagen wollte.


Die Eltern von Azaria Chamberlain, Lindy und Michael (l) zeigen das Urteil, das feststellt, dass ihre Tochter von einem Wildhund verschleppt wurde. Foto: Patrina Malone
Urteil nach 32 Jahren: Baby wurde von Dingo verschleppt
32 Jahre nach dem mysteriösen Verschwinden eines wenige Wochen alten Babys im australischen Outback hat ein Gericht in Darwin einen juristischen Schlussstrich unter den Fall gezogen.

Der Mann sei sofort nach draußen gerannt, habe das Kind befreit und die Tiere weggescheucht, schilderte ein Rettungssanitäter dem Sender ABC zufolge. Anschließend konnte der Vater einen Notruf absetzen, obwohl die Familie in einem abgelegenen Teil der Insel campiert hatte und das Handynetz schlecht war. Der schwer verletzte Junge wurde per Hubschrauber in den Küstenort Hervey Bay gebracht und von dort in eine Kinderklinik nach Brisbane geflogen. Er erlitt einen Schädelbruch und Fleischwunden am Kopf und Nacken.

Auf Fraser Island gibt es etwa 200 Dingos.
Auf Fraser Island gibt es etwa 200 Dingos.
Foto: AP Photo/Russell McPhedran

Fraser Island, die größte Sandinsel der Welt, ist ein beliebtes Touristenziel - und Heimat für rund 200 Dingos. Die geschützten Tiere sind wichtig für das Ökosystem der Insel und dürfen nur bei akuter Gefahr von Wildhütern erlegt werden.  

Australischen Medien zufolge war es der dritte Vorfall dieser Art auf Fraser Island binnen kurzer Zeit. Im Januar war dort ein sechsjähriger Junge von Dingos angefallen und schwer verletzt worden, als er eine Sanddüne hinaufrennen wollte. Im Februar fügte eine Meute der in Australien heimischen Wildhunde einem Neunjährigen und dessen Mutter Bisswunden zu.

Dingo-Attacken sind kein neues Phänomen

Die Mutter der zwei Monate alten Azaria Chamberlain wurde nach einer Dingo-Attacke fälschlicherweise des Mordes bezichtigt und verurteilt.
Die Mutter der zwei Monate alten Azaria Chamberlain wurde nach einer Dingo-Attacke fälschlicherweise des Mordes bezichtigt und verurteilt.
REUTERS

Der Vorfall erinnert an einen der berüchtigtsten Gerichtsfälle in der Geschichte Australiens. Während eines Campingurlaubs in der Nähe des berühmten Ayers Rock verschwand die kaum zwei Monate alte Tochter von Lindy und Michael Chamberlain. Die Behauptung der Mutter, ihre Tochter sei von einem Dingo verschleppt worden, stieß in der Öffentlichkeit auf Hohn und Unglauben.

Die Mutter wurde wegen Mordes verurteilt und verbrachte mehr als drei Jahre im Gefängnis, bis Kleiderfetzen ihrer Tochter vor einem Dingobau gefunden wurden und die Ermittlungen neu aufgerollt wurden. Erst im Jahr 2012, 32 Jahre nach dem Tod ihrer Tochter, entlastete ein Untersuchungsrichter beide Eltern vollkommen.


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