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Außenpolitische Grundsatzrede: Trump: Amerika kommt an erster Stelle
International 1 2 Min. 28.04.2016 Aus unserem online-Archiv

Außenpolitische Grundsatzrede: Trump: Amerika kommt an erster Stelle

Bereit fürs Weiße Haus: Nach fünf weiteren Siegen bei den US-Vorwahlen, hält Donald Trump seine erste außenpolitische Grundsatzrede.

Außenpolitische Grundsatzrede: Trump: Amerika kommt an erster Stelle

Bereit fürs Weiße Haus: Nach fünf weiteren Siegen bei den US-Vorwahlen, hält Donald Trump seine erste außenpolitische Grundsatzrede.
Foto: AFP
International 1 2 Min. 28.04.2016 Aus unserem online-Archiv

Außenpolitische Grundsatzrede: Trump: Amerika kommt an erster Stelle

Donald Trump übt schon mal für den Fall, dass er zum Präsidenten der USA gewählt wird. In seiner ersten außenpolitischen Grundsatzrede erklärt er Strategien für die Vereinigten Staaten - und verstrickt sich in jede Menge Widersprüche

(mz) - Ein Motto für seine Regierungszeit hat er schon: "Amerika zuerst". In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hat der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump in einer ersten Grundsatzrede seine außenpolitischen Ziele vorgestellt. Sollten ihn die US-Bürger zum neuen Präsidenten wählen, werde sein Ziel sein, sich für die Sicherheit der USA einzusetzen. Die USA sollen wieder "great", wieder "großartig" werden.

Obamas Politik ist "desaströs"

Sein Kurs sei ein ganz anderer als der seiner Vorgänger, so Trump. Verbündete aber auch Rivalen der USA sollen wieder genau wissen, wo das Land steht. Mit ihm als Präsident würden die USA wieder Respekt erfahren.

Obama hingegen hat alles falsch gemacht - und, laut Trump, eine desaströse Außenpolitik verfolgt. Israel wäre von Obama vernachlässigt worden, er sei zu früh aus dem Irak abgezogen und der IS wäre während seiner Präsidentschaft immer stärker geworden - Trump hingegen hat sich vorgenommen, den IS schnell zu besiegen. "Ich werde der größte Verteidiger der USA sein", so der Milliardär weiter.

Mal so, mal so: Trumps Widersprüche

Trumps Ziel ist es, Amerika wieder "unberechenbarer" zu machen, andere abzuschrecken, verspricht aber gleichzeitig, den Verbündeten Amerikas, in Zukunft wieder ein verlässlicher Partner zu sein. Das ist nur einer der vielen Widersprüche aus Trumps Rede.

Auch wolle er das Verhältnis zu China verbessern, kritisiert aber gleichzeitig, dass China die USA mit "desaströsen Freihandels-Deals" schwächt. Er würde Peking wieder zur Vernunft bringen.

An Obama kritisiert er weiter, die Verbündeten der USA in den letzten Jahren im Stich gelassen zu haben. Kurze Zeit später kündigt er an, dass seine Regierung das Nato-Bündnis aufkündigen werde, wenn Europa nicht endlich mehr ins Militär investieren wird: "Die Länder, die wir verteidigen, müssen dafür bezahlen. Tun sie das nicht, müssen die USA bereit sein, diese Länder sich selbst verteidigen zu lassen."

Mit Russland will Trump die Beziehungen verbessern. Aus einer Position der Stärke heraus sei das möglich. "Manche sagen, die Russen würden nicht vernünftig sein. Ich habe vor, es herauszufinden", verspricht Trump. Wäre kein guter Deal mit Russland möglich, würden die USA den Verhandlungstisch verlassen. "So einfach ist das", schlussfolgert er.

Trump hat diese Woche erneut Vorwahlen gewonnen - in den US-Bundesstaaten Rhode Island, Maryland, Delaware, Connecticut und Pennsylvania. Er erklärte sich zum mutmaßlichen Präsidentschaftskandidaten seiner Partei.

Hier Donald Trumps vollständige Rede:

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