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Ausblick 2018: Jugendsynode im Herbst: „Lasst Euren Schrei hören!“
International 1 02.01.2018 Aus unserem online-Archiv

Ausblick 2018: Jugendsynode im Herbst: „Lasst Euren Schrei hören!“

International 1 02.01.2018 Aus unserem online-Archiv

Ausblick 2018: Jugendsynode im Herbst: „Lasst Euren Schrei hören!“

Nach dem Bischofstreffen zu Familie und Ehe 2015 findet nun vom 3. bis zum 28. Oktober 2018 in Rom eine weitere Weltsynode statt, die zugleich eine Premiere ist. Zum ersten Mal stehen Jugendliche im Mittelpunkt.

Die Versammlung von Bischöfen, zu der Papst Franziskus eingeladen hat, steht unter dem Motto „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsunterscheidung“. Des Weiteren hat der Papst Kardinal Sérgio da Rocha, den Erzbischof von Brasilia und Vorsitzenden der brasilianischen Bischofskonferenz, zum „Berichterstatter“ der Synode ernannt und zwei Sondersekretäre, den Jesuitenpater Giacomo Costa und den Salesianerpater Rossano Sala, designiert.

Ziel ist eine stärkere Mitgestaltung von Jugendlichen in der katholischen Kirche und in der Gesellschaft. Papst Franziskus hat dies mehrfach betont, – so beispielsweise mit Nachdruck beim Weltjugendtag im Sommer 2016 in Krakau: „Liebe junge Freunde, wir sind nicht auf die Welt gekommen, um zu vegetieren, um es uns bequem zu machen, um aus dem Leben ein Sofa zu machen, das uns einschläfert.“ Und im vergangenen Januar hob Franziskus in einem Brief an die Jugendlichen hervor: „Lasst Euren Schrei hören!“ Auch die Kirche wolle „auf Eure Stimme hören, auf Eure Sensibilität, auf Euren Glauben, ja auch auf Eure Zweifel und Eure Kritik“, bekräftigte er.

Wie junge Menschen heute über Glauben, Kirche und Welt denken, davon sollen sich die teilnehmenden Bischöfe vor dem eigentlichen Treffen ein genaues, realistisches Bild machen können. So erfolgt auch vom 19. bis zum 24. März eine Vor-Synode in Rom, bei der ganz verschiedene Stimmen zu hören sein werden: Eingeladen wurden Jugendliche, Jugendverbände und außerdem Nicht-Katholiken oder Nicht-Glaubende. Dank dieser Zusammenkunft soll ein Basisdokument entstehen, das den Synodenvätern im Oktober vorliegen wird.

„Selbstverständlich wird die eigentliche Synode wie die bisherigen Synoden durchgeführt. Das heißt, es wird Synodenväter geben, die gemeinsam ein Dokument erarbeiten werden“, erklärte der Generalsekretär der Bischofssynode, der italienische Kurienkardinal Lorenzo Baldisseri, zum Ablauf. „Doch wir wollen auch, dass die Jugend eine Rolle spielt. Es wird wohl eine Gruppe Hörer geben, die aus Jugendlichen besteht, so wie es die Statuten für Synoden vorsehen. Es wäre schön, wenn sie sich aktiv an den Gesprächen beteiligen würden.“


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