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Aufständische Militärs in Mali: Präsident Keïta freigelassen
International 27.08.2020 Aus unserem online-Archiv

Aufständische Militärs in Mali: Präsident Keïta freigelassen

Oberst Assimi Goita (Mitte links), Anführer der Putschisten, spricht nach der Meuterei mit der Presse.

Aufständische Militärs in Mali: Präsident Keïta freigelassen

Oberst Assimi Goita (Mitte links), Anführer der Putschisten, spricht nach der Meuterei mit der Presse.
Foto: AFP
International 27.08.2020 Aus unserem online-Archiv

Aufständische Militärs in Mali: Präsident Keïta freigelassen

Die Militärhunta hat Präsidenten Ibrahim Boubacar Keïta und Regierungschef Boubou Cissé freigelassen.

(dpa) - Die aufständischen Militärs in Mali haben nach eigenen Angaben Präsident Ibrahim Boubacar Keïta nach mehr als einer Woche in Gewahrsam freigelassen. Er sei nach Hause geschickt worden, werde aber weiterhin überwacht, sagte Massa Doumbia, ein Sprecher des militärischen Übergangskomitees, am Donnerstag. Regierungschef Boubou Cissé, der ebenfalls im Zuge des Militärputsches festgesetzt wurde, werde bald nach Hause zurückkehren können.


TOPSHOT - This August 19, 2020 picture shows the damage to buildings belonging to the former Malian minister of Justice and Human Rights, Kassim Tapo, in the Coura district in Bamako. - Protesters looted and set on fire several buildings including the private office of the minister. (Photo by - / AFP)
Militärputsch: Mali steuert auf eine ungewisse Zukunft hin
Warum die putschenden Generäle die gesamte Region in Westafrika destabilisieren könnten? Eine Analyse von LW-Korrespondent Johannes Dieterich.

Aufständische Militärs hatten vergangene Woche Keïta zum Rücktritt gezwungen. Sie kündigten die Bildung eines Übergangskomitees an, das demnächst Wahlen abhalten solle. Die Opposition warf Keïta Korruption und Wahlmanipulation vor und forderte seinen Rücktritt. International wurde der Putsch scharf verurteilt und die Freilassung Keïtas gefordert. Der westafrikanische Staatenverbund Ecowas bemüht sich, in der Krise zu vermitteln und will die Lage am Freitag besprechen.

Mali steckt seit Jahren in einer Krise. Mehrere Terrorgruppen sind dort aktiv, einige haben dem Islamischen Staat (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen. In dem Land sind eine EU-Ausbildungsmission sowie eine UN-Mission tätig, an denen sich auch Deutschland beteiligt.


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