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Aufbruchsstimmung: USA offiziell wieder im Pariser Klimaabkommen
International 1 2 Min. 20.02.2021

Aufbruchsstimmung: USA offiziell wieder im Pariser Klimaabkommen

US-Klima-Sonderbeauftragter John Kerry: „Die Vereinigten Staaten und jedes Land müssen sich bis 2050 einem Weg in Richtung keiner neuen Emissionen verpflichten“

Aufbruchsstimmung: USA offiziell wieder im Pariser Klimaabkommen

US-Klima-Sonderbeauftragter John Kerry: „Die Vereinigten Staaten und jedes Land müssen sich bis 2050 einem Weg in Richtung keiner neuen Emissionen verpflichten“
Foto: AFP
International 1 2 Min. 20.02.2021

Aufbruchsstimmung: USA offiziell wieder im Pariser Klimaabkommen

Die US-Regierung verspricht die Kehrtwende in der Klima-Politik: Der Kampf gegen die Krise soll auf allen Ebenen ein Kernstück der amerikanischen Außenpolitik werden.

(dpa) - Am Tag der offiziellen Rückkehr der USA in das Pariser Klimaabkommen hat die neue US-Regierung eine umfassende Kehrtwende im Kampf gegen die Erderwärmung versprochen. US-Außenminister Antony Blinken sagte, dass das Thema künftig auf allen diplomatischen Ebenen einfließen werde: „Klimawandel und Wissenschaftsdiplomatie können in unseren außenpolitischen Diskussionen nie wieder "Zusätze" sein.“ Am Freitag vollzogen die Vereinigten Staaten förmlich die Rückkehr in den historischen Klimavertrag von 2015, nachdem sich Washington unter Ex-Präsident Donald Trump zurückgezogen hatte.

UN-Generalsekretär António Guterres nutzte „den Moment der Hoffnung“ im Kampf gegen die Klimakrise bei einer virtuellen Feier für Forderungen nach weitreichenden neuen Zugeständnissen der führenden Industriestaaten. Angesichts der „Warnzeichen überall“ müssten mehr Länder, vor allem die USA, sich der Klimaneutralität bis 2050 verpflichten. Auch andere Maßnahmen wie die Klimafinanzierung für Entwicklungsländer müssten drastisch aufgestockt werden. „Das ist das Rennen unseres Lebens. Wir müssen viel schneller sein und viel weiter gehen.“

Der US-Klima-Sonderbeauftragte John Kerry stimmte Guterres zu: „Die Vereinigten Staaten und jedes Land müssen sich bis 2050 einem Weg in Richtung keiner neuen Emissionen verpflichten“, sagte er und bekräftigte damit das vom neuen Präsidenten Joe Biden im Wahlkampf aufgestellte Versprechen. Bis 2030 müssten die Ausstöße bereits um die Hälfte gesenkt werden. Kohlebenutzung müsse fünf Mal schneller abgeschafft, erneuerbare Energien sechs Mal schneller ausgebaut und der Umstieg auf Elektroautos 22 Mal schneller vorangetrieben werden. „Alles muss mit größerer Dringlichkeit getan werden“. Selbst wenn alles getan würde, was das Pariser Klimaabkommen vorschreibt, würde die Erde sich um 3,7 Grad erwärmen.


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Ziel der Vereinbarung von Paris ist es, den Klimawandel auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. Bisher reichen die Pläne der Staaten für das Einsparen von Treibhausgasen jedoch längst nicht aus, um das zu schaffen. Die Folgen der Klimakrise sind bereits weltweit spürbar - dazu gehören etwa ein Anstieg der Meeresspiegel, ein höheres Risiko von Dürren, Hitzewellen, schweren Stürmen und Überschwemmungen, aber auch das Abschmelzen von Gletschern und der Eisflächen an den Polen oder das Absterben von Korallenriffen.

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Biden hatte die Rückkehr zum Klimaabkommen als eine seiner drängendsten Aufgaben direkt an seinem ersten Arbeitstag am 20. Januar eingeleitet - am Freitag war eine 30-tägige Frist abgelaufen, die den Wiedereintritt abschließt. Die USA waren unter Trump Anfang November offiziell aus dem UN-Abkommen zur Begrenzung des Klimawandels ausgeschieden.


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Die Vereinigten Staaten haben weltweit den zweithöchsten Treibhausgas-Ausstoß nach China, bei deutlich weniger Einwohnern. Biden will Amerika eigenen Aussagen zufolge zu einer führenden Nation beim Kampf gegen die Erderwärmung machen. Ein frühes Zeichen dafür war, dass er mit dem früheren US-Außenminister Kerry ein politisches Schwergewicht zum Klima-Beauftragten des Weißen Hauses machte.


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