Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Aufatmen an US-Golfküste: Tropensturm „Nate“ verläuft glimpflich
Es stürmt an der US-Golfküste, doch die Einwohner waren auf Schlimmeres vorbereitet.

Aufatmen an US-Golfküste: Tropensturm „Nate“ verläuft glimpflich

Foto: AFP
Es stürmt an der US-Golfküste, doch die Einwohner waren auf Schlimmeres vorbereitet.
International 3 Min. 08.10.2017

Aufatmen an US-Golfküste: Tropensturm „Nate“ verläuft glimpflich

Nathalie RODEN
Nathalie RODEN
Als dritter Hurrikan in sechs Wochen sucht „Nate“ die US-Golfküste heim. Mittlerweile wurde er zu einem Tropensturm abgeschwächt. Die Jazz-Metropole New Orleans bleibt vom direkten Aufprall verschont.

(dpa) - Etwas Aufatmen an der US-Golfküste: Nach dem Auftreffen auf das Festland hat sich Hurrikan „Nate“ am frühen Sonntag (Ortszeit) zu einem Tropensturm abgeschwächt. Zuvor war er als Hurrikan der schwächsten Kategorie eins mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde zweimal auf Land getroffen: südöstlich der Jazz-Metropole New Orleans im Staat Louisiana am Samstagabend und nach einem Zug über das Wasser anschließend weiter östlich nahe dem Küstenort Biloxi in Mississippi, wie das Nationale Wetteramt beim Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte.

Anschließend zog „Nate“ landeinwärts über die Bundesstaaten Mississippi und Alabama weiter. Er schwächte sich dabei ab auf einen Tropensturm mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde, wie das Hurrikan-Zentrum in Miami (Florida) in seinem jüngsten Report mitteilte. „Nate“ werde weiter schnell an Kraft verlieren, hieß es.

In Biloxi verursachte „Nate“ überschwemmte Straßen, wie auf Fotos im Internet zu sehen war. Über Schäden oder Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Die zahlreichen Kasinos dort hatten US-Medienberichten zufolge bereits am Samstagnachmittag geschlossen. Das Wasser habe dort an einigen Türen halbhoch gestanden, meldete das Nachrichtenportal „AL.com“.

Glück im Unglück

Auch die Jazz-Metropole New Orleans, die 2005 vom Hurrikan „Katrina“ schwer zerstört worden war und Hunderte Tote zu beklagen hatte, bereitete sich auf „Nate“ vor. Für die Nacht zum Sonntag galt dort eine Ausgangssperre. Der Hurrikan traf dann aber weiter östlich nahe dem Mississippi-Delta auf Land und drehte zeitweise aufs Wasser ab.

Die Hurrikan-Warnung, die zuletzt von der Mündung des Flusses Pearl an der Grenze zwischen Louisiana und Mississippi bis zur Grenze zwischen Alabama und Florida gegolten hatte, hob das Hurrikan-Zentrum auf. Auch die für New Orleans geltende Warnung vor einem Tropensturm wurde zurückgenommen.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor die Einwohner der Küste am Golf von Mexiko aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen und die Hurrikan-Warnungen zu beherzigen. Das „tolle Team“ der US-Behörde Federal Emergency Management Agency (FEMA) sei einsatzbereit, twitterte er.

Nahe Biloxi befand sich das Auge des Hurrikans zeitweise über der Kessler-Militärbasis, auf der die Aufklärungsflugzeuge des Hurrikan-Zentrums stationiert sind, wie die in Miami ansässige Behörde mitteilte.

Als dritter Hurrikan in sechs Wochen sucht „Nate“ die US-Golfküste heim. Aber der Wirbelsturm verläuft wohl glimpflich. Die Jazz-Metropole New Orleans bleibt vom direkten Aufprall verschont.

Washington (dpa) - Aufatmen an der US-Golfküste: Hurrikan „Nate“ hat sich offenbar gnädiger gezeigt als ursprünglich befürchtet. Zwar kam es teilweise zu Überschwemmungen durch hohen Wellengang, und insgesamt gut 100 000 Menschen waren am Sonntagvormittag ohne Stromversorgung. Aber größere Überflutungen und größere Schäden an Gebäuden blieben aus. Auch gab es mehr als 12 Stunden nach der Ankunft von „Nate“ keine Berichte über größere Schäden an Gebäuden oder über Verletzte.

Ausgangssperre

In Biloxi überschwemmte „Nate“ mehrere Straßen. Die zahlreichen Kasinos dort hatten US-Medienberichten zufolge bereits am Samstagnachmittag geschlossen. Das Wasser habe dort an einigen Türen halbhoch gestanden, meldete das Nachrichtenportal „AL.com“.

New Orleans, das 2005 vom Hurrikan „Katrina“ schwer zerstört worden war und Hunderte Tote zu beklagen hatte, blieb von einem direkten Auftreffen von „Nate“ verschont. Wegen befürchteter Überschwemmungen hatte Bürgermeister Mitch Landrieu für die Nacht zum Sonntag vorsichtshalber eine Ausgangssperre verhängt.

US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag die Küstenbewohner aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen und Hurrikan-Warnungen zu beherzigen. Das „tolle Team“ der US-Behörde für Katastrophen-Management (Fema) sei einsatzbereit, twitterte er.

„Nate“ war der dritte Hurrikan, der innerhalb von nur sechs Wochen die US-Golfküste heimsuchte. Am 24. August hatte „Harvey“ das südöstliche Texas unter Wasser gesetzt. Danach ging am 10. September „Irma“ in Florida an Land und richtete Schäden in weiten Teilen des Sonnenschein-Staates an. Nur zehn Tage später wurde außerdem das US-Außengebiet Puerto Rico von Hurrikan „Maria“ massiv verwüstet.

Vor seiner Ankunft in den USA hatte „Nate“ in mehreren Ländern Mittelamerikas heftige Regenfälle verursacht. Bei Überschwemmungen und Erdrutschen starben mindestens 26 Menschen in Costa Rica, Nicaragua und Honduras. Dutzende galten am Wochenende noch als vermisst.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Donald Trump: Erneute Twitter-Drohung gegen Nordkorea
Der US-Präsident hat im Konflikt um das nordkoreanische Atom-und Raketenprogramm eine neue Drohung gegen Pjöngjang gerichtet. Via Twitter bekräftigte er seine Ansicht, dass Gespräche mit Nordkorea Zeitverschwendung seien.
Er kann's nicht lassen: Schon wieder schießt Donald Trump via Twitter gegen Nordkorea.