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Auf Landweg sterben mehr Migranten als im Mittelmeer
International 03.11.2019 Aus unserem online-Archiv

Auf Landweg sterben mehr Migranten als im Mittelmeer

Schätzungen zufolge sind von 2014 bis jetzt 19.005 Menschen im Mittelmeer ertrunken.

Auf Landweg sterben mehr Migranten als im Mittelmeer

Schätzungen zufolge sind von 2014 bis jetzt 19.005 Menschen im Mittelmeer ertrunken.
Foto: Fabian Heinz/Sea-Eye/dpa/LW-Archiv
International 03.11.2019 Aus unserem online-Archiv

Auf Landweg sterben mehr Migranten als im Mittelmeer

Niemand hat genaue Zahlen darüber, wie viele Menschen auf dem Weg zum Mittelmeer sterben. Wohl sind es aber weitaus mehr als vermutet.

(KNA) - Nach Einschätzung des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) kommen mehr afrikanische Migranten auf den Routen zur Küste ums Leben als bei den Fahrten über das Mittelmeer.

"Wir gehen davon aus, dass vermutlich mindestens doppelt so viele Menschen auf dem Weg zum Mittelmeer sterben als im Mittelmeer selbst", sagte der Sondergesandte des UNHCR für das Mittelmeer und Libyen, Vincent Cochetel, der "Welt am Sonntag". Die Zahl könne aber "auch viel höher" sein. "Niemand kann es mit Sicherheit sagen, aber es ist eine Tragödie."


ARCHIV - 31.07.2019, ---, Mittelmeer: Die von der Seenotrettungsorganisation Sea-Eye herausgegebene Aufnahme zeigt Seenotretter vom Rettungsschiff «Alan Kurdi» die zu einem Schlauchboot voller Flüchtlinge schauen. Das Europaparlament hat sich am Donnerstag auf keinen gemeinsamen Standpunkt zur Seenotrettung im Mittelmeer einigen können. Mit 288 Stimmen dafür und 290 dagegen lehnten die Abgeordneten eine Resolution ab, die unter anderem mehr Rechte für Nichtregierungsorganisationen bei der Seenotrettung gefordert hätte. Foto: Pavel D. Vitko/Sea-Eye/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
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Nach einem riskanten Rettungseinsatz vor der Küste Libyens sind nun die Migranten und die Crew der "Alan Kurdi" in Sicherheit.

Ebenso wie das UNHCR weist auch die Internationale Organisation für Migration (IOM) auf eine hohe Dunkelziffer hin, sodass die vorhandenen Daten zu verstorbenen Migranten nicht belastbar seien. Registriert wurden laut IOM von 2014 bis jetzt 19.005 Tote im Mittelmeer sowie 4.463 in Nordafrika. Bezüglich des Mittelmeers habe man allerdings mehr und bessere Quellen, weswegen die Angaben für diesen Teil der Fluchtroute der Wirklichkeit näher kommen dürften als im Falle Nordafrikas.

Haupttodesursachen auf den Landrouten waren laut IOM nach den vorliegenden Zahlen für 2018 Verkehrsunglücke, gefolgt von Verdursten, Gewalttaten, Verhungern und Krankheiten.


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