Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Auf Facebook: Obama kritisiert Trumps „Dreamer“-Politik scharf
International 05.09.2017 Aus unserem online-Archiv

Auf Facebook: Obama kritisiert Trumps „Dreamer“-Politik scharf

Obama meldete sich am Dienstag per Facebook zu Wort.

Auf Facebook: Obama kritisiert Trumps „Dreamer“-Politik scharf

Obama meldete sich am Dienstag per Facebook zu Wort.
AFP
International 05.09.2017 Aus unserem online-Archiv

Auf Facebook: Obama kritisiert Trumps „Dreamer“-Politik scharf

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Der frühere US-Präsident Barack Obama hat die Migrationspolitik seines Nachfolgers Donald Trump scharf kritisiert: „Diese jungen Leute ins Visier zu nehmen, ist falsch, weil sie sich nichts haben zuschulden kommen lassen.“

(dpa) - Der frühere US-Präsident Barack Obama hat die Migrationspolitik seines Nachfolgers Donald Trump scharf kritisiert. „Diese jungen Leute ins Visier zu nehmen, ist falsch, weil sie sich nichts haben zuschulden kommen lassen“, schrieb Obama am Dienstag auf Facebook.

„Hier geht es um junge Leute, die in Amerika aufgewachsen sind. Die in unseren Schulen unterrichtet wurden, junge Erwachsene, die ihre Karriere starten, Patrioten, die den Treueschwur auf unsere Fahne leisten“, schrieb Obama. „Sie hinauszuwerfen, senkt unsere Arbeitslosenquote nicht, mindert nicht die Steuerlast von irgendwem und erhöht auch keine Arbeitslöhne“, fuhr Obama fort.

Er hatte als Präsident im Jahr 2012 ein Programm aufgelegt, das es 800 000 Kindern von illegalen Zuwanderern ermöglichte, problemlos in den USA zu leben. Trump beendete das Programm am Dienstag. Es sei nicht vereinbar mit Recht und Gesetz und widerspreche der Verfassung.

Obama erklärte, er habe jahrelang erfolglos den Kongress gebeten, endlich ein Gesetz vorzulegen, dass die Situation der sogenannten „Dreamer“ regele. Dies sei nicht geschehen, bis er selbst mit einer Präsidenten-Anordnung zur Tat geschritten sei. Es mache keinerlei Sinn, gut ausgebildete, fähige Leute des Landes zu verweisen. Darüberhinaus sei es unmenschlich. „Viele von ihnen können keine andere Sprache als Englisch“, schrieb Obama weiter. Alle seien durch strikte Prüfungen gegangen und stellten kein Sicherheitsrisiko dar.



Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Mangelndes Mitgefühl: Trump bringt Kälte nach Washington
Ein mitfühlender Unterstützer und Mutmacher - so hat sich Präsident Trump im Angesicht der texanischen Flutkatastrophe gezeigt. Aber es ist derselbe Mann, der in Washington die Axt bei sozialen Programmen und der zivilen Auslandshilfe ansetzen will.
US-Präsident Donald Trump wird nicht als Wohltäter der Armen und Waisen in die Geschiche eingehen.
Trump gegen Obama: Der Parallelpräsident
Es ist ein ungeschriebenes Gesetz: Die USA haben in Übergangszeiten nach Wahlen nur jeweils einen Präsidenten. Darum schert sich Donald Trump vor der Machtübergabe wenig. Nun wehrt sich Obama.
Die Lage zwischen dem gewählten Päsidenten Trump und dem regierenden Präsienten Obama (r.) spitzt sich langam zu.