Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Auf Einladung von Mike Pence: Otto Warmbiers Vater reist zu Olympia-Eröffnung
Ehrengäste: Fred (r.) und Cindy Warmbier bei Trumps Rede zur Lage der Nation.

Auf Einladung von Mike Pence: Otto Warmbiers Vater reist zu Olympia-Eröffnung

AFP
Ehrengäste: Fred (r.) und Cindy Warmbier bei Trumps Rede zur Lage der Nation.
International 05.02.2018

Auf Einladung von Mike Pence: Otto Warmbiers Vater reist zu Olympia-Eröffnung

Tom RUEDELL
Tom RUEDELL
US-Vizepräsident Mike Pence hat Fred Warmbier zur Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Südkorea eingeladen. Der Vater des nach Inhaftierung in Nordkorea gestorbenen Studenten Otto Warmbier hat die Einladung angenommen.

(dpa) - Der Vater des nach Inhaftierung in Nordkorea gestorbenen US-Studenten Otto Warmbier wird zur Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele nach Südkorea reisen. Wie die „Washington Post“ am Sonntag berichtete, wird Fred Warmbier als Gast von US-Vizepräsident Mike Pence die Show am 9. Februar vor Ort in Pyeongchang verfolgen. Pence selber will an diesem Montag zu einer fünftägigen Reise nach Japan und Südkorea aufbrechen und als Höhepunkt die US-Delegation bei der Olympia-Eröffnungsfeier (Beginn 12.00 Uhr MEZ) leiten.

Der damals 21-jährige Otto Warmbier hatte Ende Dezember 2015 im Vorfeld eines Gaststudiums in Hongkong mit einer Reisegruppe Nordkorea besucht. Bei seiner Ausreise wurde er festgenommen und wegen „feindlicher Handlungen gegen den Staat“ zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt. Hintergrund des im Westen als Schauprozess verurteilten Verfahrens war, dass er sich auf einem Hotelflur ein an der Wand hängendes Propagandaposter angeeignet hatte.

Im Juni vergangenen Jahres wurde Warmbier aus medizinischen Gründen in die USA entlassen. Wie sich herausstellte, hatte er da bereits 15 Monate lang im Koma gelegen. Er starb wenige Tage später in seiner Heimat.

US-Präsident Donald Trump hatte Warmbiers Eltern bereits als Ehrengäste zu seiner Rede zur Lage der Nation eingeladen, die er vor knapp einer Woche im Kongress hielt. Trump hat den Studenten wiederholt als Beispiel für eine Nordkorea zur Last gelegte brutale und aggressive Staatsführung genutzt, die sich auch in Pjöngjangs Atomwaffen-Programm widerspiegele.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Kim bekommt bei Deal „sehr starke Sicherheiten“
Donald Trump streckt die Hand in Richtung Nordkorea aus: Wenn es zum Deal mit dem Kommunisten Kim Jong Un kommt, soll dieser Sicherheiten bekommen. Pjöngjang hatte zuvor damit gedroht, das Treffen Kims mit Trump platzen zu lassen.
This undated picture released from North Korea's official Korean Central News Agency (KCNA) on May 18, 2018 shows North Korean leader Kim Jong-Un speaking while attending the first Enlarged Meeting of the 7th Central Military Commission of the Workers' Party of Korea (WPK) in Pyongyang.
 / AFP PHOTO / KCNA VIA KNS / - /  - South Korea OUT / REPUBLIC OF KOREA OUT   ---EDITORS NOTE--- RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO/KCNA VIA KNS" - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS
THIS PICTURE WAS MADE AVAILABLE BY A THIRD PARTY. AFP CAN NOT INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, LOCATION, DATE AND CONTENT OF THIS IMAGE. THIS PHOTO IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY AFP.  /
Nach Haft in Nordkorea: Otto Warmbier verstorben
Der kürzlich aus nordkoreanischer Haft freigekommene Student Otto Warmbier ist tot. Das gab seine Familie in Cincinnati/Ohio am Montag bekannt. Warmbier hatte in Nordkorea schwerste Hirnschäden erlitten, die Ursache ist unklar.
Otto Warmbier hatte während seiner Haft in Nordkorea unter ungeklärten Umständen schwerste Hirnschäden erlitten.