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Attacken auf Gesundheitswesen in Afghanistan
International 21.06.2020 Aus unserem online-Archiv

Attacken auf Gesundheitswesen in Afghanistan

In Afghanistan kommt es, wie hier im März in Kabul, immer wieder zu Attentaten durch die militant-islamistischen Taliban.

Attacken auf Gesundheitswesen in Afghanistan

In Afghanistan kommt es, wie hier im März in Kabul, immer wieder zu Attentaten durch die militant-islamistischen Taliban.
Foto: AFP
International 21.06.2020 Aus unserem online-Archiv

Attacken auf Gesundheitswesen in Afghanistan

Die Mission Vereinten Nationen beklagt Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen inmitten der Corona-Krise.

(dpa) - Inmitten der Corona-Pandemie hat die UN-Mission in Afghanistan (Unama) Angriffe auf Mitarbeiter und Einrichtungen des Gesundheitswesens beklagt. Nach einem am Sonntag veröffentlichten Bericht gab es zwischen Mitte März und Ende Mai zwölf gezielte Attacken. Für zehn Angriffe seien die militant-islamistischen Taliban-Milizen verantwortlich, Regierungstruppen für drei. Als Beispiele nennt der Bericht einen Taliban-Angriff auf eine Apotheke sowie die Bombardierung von verwundeten Taliban-Kämpfern vor einer Klinik durch die Luftwaffe.

24 Tote, vor allem Mütter und Kinder

Der Angriff auf eine Entbindungsstation der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen am 12. Mai wird nach wie vor keiner bestimmten Konfliktpartei zugeschrieben. Dabei wurden 24 Menschen getötet, meist Mütter mit neugeborenen Kindern. Auch eine Hebamme der Hilfsorganisation kam ums Leben. Am Montag hatte Ärzte ohne Grenzen angekündigt, die Station zu schließen.


Members of the Palestinian Islamic Jihad militant group take part in a military parade during a condolences ceremony for the movement's former leader Ramadan Shalah in Gaza city, on June 8, 2020, two days after his death in neighbouring Lebanon. - The 62-year-old was buried in Syria on June 7, a day following his death after a long illness. (Photo by Mohammed ABED / AFP)
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Jedes Jahr begutachtet das Institute for Economics and Peace, wie es um den Frieden in der Welt steht. Die Coronavirus-Pandemie verheißt nichts Gutes.

Unama-Chefin Deborah Lyons sagte: „In einer Zeit, in der eine dringende humanitäre Reaktion erforderlich war, um jedes Leben in Afghanistan zu schützen, haben sowohl die Taliban als auch die nationalen afghanischen Sicherheitskräfte vorsätzliche Gewalttaten begangen, die die Operationen im Gesundheitswesen untergruben.“ In den vergangenen zehn Jahren wurden in Afghanistan mehr als 100.000 Zivilisten verletzt oder getötet.

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