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Attacke am Gleis: Falsches Opfer-Foto kursiert im Internet
International 1 2 Min. 02.08.2019

Attacke am Gleis: Falsches Opfer-Foto kursiert im Internet

Trauernde am Gleis 7 des Frankfurter Hauptbahnhofs. Ein achtjähriger Junge wurde hier am 29. Juli von einem Mann vor einen einfahrenden ICE gestoßen und getötet.

Attacke am Gleis: Falsches Opfer-Foto kursiert im Internet

Trauernde am Gleis 7 des Frankfurter Hauptbahnhofs. Ein achtjähriger Junge wurde hier am 29. Juli von einem Mann vor einen einfahrenden ICE gestoßen und getötet.
Foto: Arne Dedert/dpa
International 1 2 Min. 02.08.2019

Attacke am Gleis: Falsches Opfer-Foto kursiert im Internet

Ein Foto des "8-jährigen Oskar" wird derzeit massenhaft auf Facebook herumgereicht. Der abgebildete Junge soll bei der Gleis-Attacke am Frankfurter Hauptbahnhof getötet worden sein – doch das Foto zeigt gar nicht das Opfer.

(dpa/jt) - Ein Mann hat am Montag am Frankfurter Hauptbahnhof einen Achtjährigen und dessen Mutter vor einen einfahrenden ICE gestoßen. Die Frau konnte sich retten, der Junge starb. In sozialen Medien kursiert nun ein Foto, das angeblich den getöteten Jungen zeigen soll. Vor allem in rechten Kreisen wurde mit dem Foto die Wut auf den afrikanischen Täter angeheizt. Tatsächlich zeigt das Bild nicht das Opfer vom Frankfurter Hauptbahnhof.

Die Aufnahme kursiert bereits seit Jahren im Internet: Seit spätestens 2014 ist sie in verschiedenen Versionen im Internet zu finden. Besonders häufig taucht das abgebildete Kind als Haarmodel auf Friseur- und Mode-Webseiten auf. 

Der oder die Urheber des Posts mit dem falschen Foto stellen den abgebildeten Jungen nicht nur als das Opfer von Frankfurt vor, dem Jungen wird auch der angebliche Name Oskar gegeben. Auf dpa-Anfrage erklärte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen, aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes würden Namen von Beschuldigten, Opfern und Zeugen „weder genannt noch bestätigt oder dementiert“.

Es gibt bisher keinen seriösen Beleg dafür, dass der Junge tatsächlich Oskar hieß. Das Nachrichtenportal „t-online.de“ berichtete unter Berufung auf Ermittlerkreise, das Opfer habe einen anderen Namen.

Die Gewalttat sorgte nicht nur in Deutschland für Entsetzen. Der aus Eritrea stammende Tatverdächtige kam unter Mordverdacht in Untersuchungshaft. Der verheiratete Mann und Vater von drei Kindern wohnte seit 2006 in der Schweiz.


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