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Asselborn zum Syrien-Angriff: "Es ist kein Lösungsimpuls"
International 14.04.2018 Aus unserem online-Archiv

Asselborn zum Syrien-Angriff: "Es ist kein Lösungsimpuls"

Jean Asselborn hat sich zum Angriff auf Syrien geäußert.

Asselborn zum Syrien-Angriff: "Es ist kein Lösungsimpuls"

Jean Asselborn hat sich zum Angriff auf Syrien geäußert.
Foto: Chris Karaba
International 14.04.2018 Aus unserem online-Archiv

Asselborn zum Syrien-Angriff: "Es ist kein Lösungsimpuls"

Sarah MÜNCHEN
Sarah MÜNCHEN
Jean Asselborn hat sich im Interview mit dem Deutschlandfunk kritisch zum Syrienangriff geäußert. Er fordert eine politische Lösung.

Im Radio Deutschlandfunk hat sich Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn zum Angriff auf Syrien geäußert.

Er sagte: "Ich fühle mich eine Nummer zu klein, um jetzt mit nur Informationen aus der Presse Zensuren auszuteilen und das Richtige zu sagen auch für Europa." Er hält fest, dass  Giftgasanwenden ein Kriegsverbrechen sind, aber auch, dass es noch keine klaren Beweise für diesen Angriff gibt.

Prinzipiell hält Asselborn den Angriff für verständlich, aber er sagt auch: "Es ist kein Lösungsimpuls (...), um einen Krieg zu stoppen."


This picture taken on April 14, 2018 shows the wreckage of a building described as part of the Scientific Studies and Research Centre compound in the Barzeh district, north of Damascus, during a press tour organised by the Syrian information ministry.
The United States, Britain and France launched strikes against Syrian President Bashar al-Assad's regime early on April 14 in response to an alleged chemical weapons attack after mulling military action for nearly a week. Syrian state news agency SANA reported several missiles hit a research centre in Barzeh, north of Damascus, "destroying a building that included scientific labs and a training centre". / AFP PHOTO / Louai Beshara
Westmächte greifen Syrien an
Die USA und ihre Verbündeten haben Ernst gemacht: Mit Angriffen gegen Ziele in Syrien üben sie Vergeltung für den mutmaßlichen Giftgasangriff der Führung in Damaskus.

Zwei Forderungen

Asselborn fordert nun zwei Sachen. Erstens den Joint Investment Mechanism. Die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen und der UNO-Sicherheitsrat müssten sich "wieder zusammenraffen" und die Verantwortlichen sich stellen.

"Das Zweite ist, wir müssen wieder nach Genf kommen", sagt Asselborn im Interview. Dort müsse eine politische Lösung gefunden werden.  Er glaubt, dass auch Russland an einer politischen Lösung interessiert ist, um den Krieg in Syrien zu beenden.

Der Außenminister ist außerdem der Meinung, dass man mit weitere militärischen Aktionen dem syrischen Volk etwas Inakzeptables zumutet.


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