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Asselborn: "Wir müssen das schaffen"
International 26.10.2015 Aus unserem online-Archiv
Hoher Flüchtlingszustrom

Asselborn: "Wir müssen das schaffen"

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Außenminister Jean Asselborn nahmen beide am Treffen in Brüssel teil.
Hoher Flüchtlingszustrom

Asselborn: "Wir müssen das schaffen"

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Außenminister Jean Asselborn nahmen beide am Treffen in Brüssel teil.
AFP
International 26.10.2015 Aus unserem online-Archiv
Hoher Flüchtlingszustrom

Asselborn: "Wir müssen das schaffen"

Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn lehnt sich rhetorisch an die deutsche Kanzlerin Angela Merkel an. Optmismus lässt seine Äußerung allerdings vermissen. Das Resultat eines teils "unzumutbaren" Treffens in Brüssels?

(dpa) - Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat an die Europäer appelliert, sich ihrer Werte zu besinnen und das Flüchtlingsproblem gemeinsam zu lösen. „Wir haben das zu schaffen. Wir müssen das schaffen“, sagte er am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“.

Rhetorisch lehnt er sich damit an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel an, die mit ihrem Satz "Wir schaffen das" Optimismus unter den Deutschen bei der Bewältigung des Flüchtlingsstroms verbreiten wollte.

Zugleich warnte Asselborn: „Wenn politisch der Wille nur besteht, Zäune zu bauen oder Mauern zu bauen, dann ist Europa, das Europa, das wir kennen, auf einer Schleife, wo es dann in kurzer Zeit in sich zusammenbricht. Das müssen wir verhindern.“

Asselborn berichtete, das Flüchtlingstreffen führender Politiker aus zehn EU-Ländern und der drei Nicht-EU-Mitglieder Albanien, Serbien und Mazedonien am Vorabend habe aus zwei Halbzeiten bestanden. „Die erste Halbzeit war zum Teil unzumutbar. Man hat Uneuropäisches gehört.“ Einigen Ländern am Tisch sei es mehr darum gegangen, was man tun müsse, um sich abzuschotten, statt sich den Herausforderungen zu stellen. „Das Problem ist ja, mit solchen Einstellungen gewinnt man Wahlen.“ Die zweite Halbzeit des Treffens sei „rationaler“ und „europäischer“ gewesen, schilderte Asselborn.


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