Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Asselborn: "No-Deal wäre eine Katastrophe"
International 21.01.2019 Aus unserem online-Archiv

Asselborn: "No-Deal wäre eine Katastrophe"

An der Diskussionsrunde nahmen Norbert Röttgen, Sahra Wagenknecht, Jean Asselborn, Greg Hands und Kate Conolly teil (v.l.n.r.).

Asselborn: "No-Deal wäre eine Katastrophe"

An der Diskussionsrunde nahmen Norbert Röttgen, Sahra Wagenknecht, Jean Asselborn, Greg Hands und Kate Conolly teil (v.l.n.r.).
Screenshot: ARD
International 21.01.2019 Aus unserem online-Archiv

Asselborn: "No-Deal wäre eine Katastrophe"

Am Sonntag war der Außenminister zu Gast in der Talkshow von Anne Will. Der Diplomatiechef warnte eindringlich vor den Folgen eines unkontrollierten Austritts der Briten aus der EU.

(TJ/dpa) - Am späten Sonntagabend "talkte" Außenminister Jean Asselborn mit der Fraktionschefin der Linken, Sahra Wagenknecht, dem Präsidenten des Auswärtigen Ausschusses im deutschen Bundestag, Norbert Röttgen, dem Tory-Abgeordneten Greg Hands und der britischen Journalistin Kate Conolly in der ARD-Sendung "Anne Will" über die jüngsten Entwicklungen und Perspektiven in der leidigen Brexit-Frage.


Britain's Prime Minister Theresa May delivers a statement to members of the media in Downing Street in London on January 16, 2019, after surviving a vote of no confidence in her government. - British Prime Minister Theresa May's government saw off a vote of no confidence in parliament on Wednesday, called after MPs overwhelmingly rejected the Brexit deal. (Photo by Ben STANSALL / AFP)
Brexit: Geordneter Austritt bleibt Priorität
Nach der krachenden Ablehnung ihres Brexit-Deals kann Premierministerin May den Laden gerade noch einmal zusammenhalten. Doch Brüssel fordert eine rasche Ansage, wie es nun weitergehen soll.

Im Verlauf der Sendung riet Asselborn, sich nun vor allem auf einen Verbleib des Königreichs in der Zollunion zu konzentrieren. Wenn dies nicht gelinge und der Brexit am 29. März chaotisch und ohne jedes Abkommen vonstatten gehe, werde dies in einer „Katastrophe“ münden. Ein solches „No Deal“-Szenario könne Zehntausende Jobs kosten, warnte Asselborn. Wenn am 30. März kein Brexit-Abkommen stehe, „sind wir auf einem sehr gefährlichen Weg, wirtschaftlich und auch sozial“.

Kulinarische Anspielung

Greg Hands sorgte mit einer kulinarischen Anspielung in Bezug auf den Sitz Großbritanniens für Schmunzeln. Dennoch geht auch aus seiner Aussagen große Besorgnis hervor:

Die 1968 gegründete Zollunion bedeutet, dass der Staatenverbund einheitliche Zollabgaben auf Einfuhren von außerhalb der EU erhebt. Diese Abgaben werden grundsätzlich dort bezahlt, wo die Waren zuerst ankommen. Danach erfolgen keine weiteren Zahlungen oder Kontrollen.


Fotos : Xavier Bettel / Jean Asselborn / Foto: Gilles KAYSER
Regierungsrat: Brexitvorbereitungen laufen
Beim Pressebriefing im Anschluss an den Regierungsrat erläuterten Premier Xavier Bettel und Außenminister Jean Asselborn, am Freitag wie sich Luxemburg auf einen harten Brexit - den No-Deal - am kommenden 29. März vorbereitet.

Das britische Unterhaus hatte am Dienstag der Brexit-Vereinbarung der Regierung in London mit Brüssel eine klare Absage erteilt. Einem Misstrauensvotum tags darauf hielt Premierministerin Theresa May jedoch stand. An diesem Montag will sie dem Parlament einen neuen Lösungsweg präsentieren oder zumindest einen Fahrplan.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Brexit: Parlament erzwingt Abstimmung
Premierministerin Theresa May sieht noch immer keine Mehrheit für ihren Brexit-Deal. Jetzt wollen die Abgeordneten im Unterhaus in London auf eigene Faust eine Alternative finden.
Brexit activists wave flags as they demonstrate outside the Houses of Parliament in central London on February 27, 2019. - Prime Minister Theresa May will today face a vote by MPs over her newly revised Brexit strategy, which allows for a possible request to delay Britain's EU departure if her divorce deal is not approved. (Photo by Daniel LEAL-OLIVAS / AFP)
Brexit: Geordneter Austritt bleibt Priorität
Nach der krachenden Ablehnung ihres Brexit-Deals kann Premierministerin May den Laden gerade noch einmal zusammenhalten. Doch Brüssel fordert eine rasche Ansage, wie es nun weitergehen soll.
Britain's Prime Minister Theresa May delivers a statement to members of the media in Downing Street in London on January 16, 2019, after surviving a vote of no confidence in her government. - British Prime Minister Theresa May's government saw off a vote of no confidence in parliament on Wednesday, called after MPs overwhelmingly rejected the Brexit deal. (Photo by Ben STANSALL / AFP)
Merkel will Brexit-Chaos vermeiden
Das britische Parlament hat dem Brexit-Deal eine deutliche Absage erteilt. Premierministerin May muss sich nach der schweren Klatsche einem Misstrauensvotum stellen. Droht jetzt das Chaos?
German Chancellor Angela Merkel answers journalists' questions on the sidelines of a session of the Committee of Foreign Affairs of the Bundestag (lower house of parliament) on January 16, 2019 in Berlin. - Merkel said "we still have time to negotiate" after the British parliament overwhelmingly rejected Prime Minister's deal on leaving the European Union. (Photo by Kay Nietfeld / dpa / AFP) / Germany OUT
Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.