Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Asselborn: Ich schäme mich für Orban
International 04.09.2015 Aus unserem online-Archiv
Außenminister im "ZDF heute journal"

Asselborn: Ich schäme mich für Orban

Asselborn: Wir sind konfrontiert mit der größten Herausforderung seit dem Krieg.
Außenminister im "ZDF heute journal"

Asselborn: Ich schäme mich für Orban

Asselborn: Wir sind konfrontiert mit der größten Herausforderung seit dem Krieg.
Screenshot ZDF
International 04.09.2015 Aus unserem online-Archiv
Außenminister im "ZDF heute journal"

Asselborn: Ich schäme mich für Orban

Der Massenansturm von Flüchtlingen ist nach Einschätzung von Außenminister Jean Asselborn „die größte Herausforderung seit dem Ende des Krieges“. Im „ZDF heute journal“ sagte Asselborn, er schäme sich für den ungarischen Premier Viktor Orban.

(vb) – Der Massenansturm von Flüchtlingen ist nach Einschätzung von Außenminister Jean Asselborn „die größte Herausforderung seit dem Ende des Krieges“. Im „ZDF heute journal“ sagte Asselborn, er schäme sich für den ungarischen Premier Viktor Orban.

Asselborn begrüßte die Fortschritte bei der möglichen Verteilung der Flüchtlinge. Dies sei allerdings erst der Anfang. Das gesamte Flüchtlingsproblem könne man nicht auf Quoten reduzieren. Er machte sich dafür stark, die Registrierung von Flüchtlingen zu beschleunigen, vor allem in Griechenland. Jedes EU-Land müsse begreifen, dass der Flüchtlingsansturm ein gesamteuropäisches Problem sei, sagte der Minister im ZDF. Er kritisierte die Haltung des ungarischen Premierministers Viktor Orban, der gesagt hatte, Deutschland allein müsse mit den Flüchtlingen fertig werden. Asselborn sagte wörtlich: „Man muss sich manchmal schämen für diesen Mann. Er hat schon viel kaputt geschlagen. Ich hoffe, dass er keine Referenz, kein Beispiel ist für andere Länder.“

Mit Spannung wird das EU-Außenministertreffen am 14. September erwartet, bei dem nach einer Lösung für das Flüchtlingsproblem gesucht wird. Asselborn meinte, es sei "verheerend", wenn man einzelne Länder durch Sanktionen dazu zwingen müsse, Menschlichkeit zu zeigen. Er fügte hinzu: "Das Bild der Europäischen Union hat schon genug gelitten."


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Flüchtlinge in Luxemburg
Nicht alle Flüchtlinge, die sich bei der Integrationsbehörde Olai melden, wollen dauerhaft in Luxemburg bleiben. Laut Außenminister Jean Asselborn beantragen etwa 24 Prozent überhaupt kein Asyl im Großherzogtum.
EU-Staaten zur Flüchtlingskrise
Die EU-Innenminister beraten sich am Montag zur Flüchtlingskrise. Zuvor spricht Luxemburgs Immigrationsminister Jean Asselborn ein deutliches Machtwort, das jenen Staaten gilt, die sich bisher nicht durch Solidarität hervortun.
Jean Asselborn hält nichts davon, dass in der EU manche Politiker und Parteien das Thema Migration „bewusst ausschlachten“, um Ängste zu schüren.
EU-Minister beraten über Quote
Die EU-Innenminister beraten am Dienstag erneut über die Verteilung von 120.000 Flüchtlingen. Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn wurde sehr deutlich über das, was auf dem Spiel steht.
Foreign Minister of Luxembourg Jean Asselborn speaks to the press during a Justice and Home Affairs Council at the EU headquarters in Brussels on September 14, 2015. AFP PHOTO / JOHN THYS
Asselborn bei Anne Will
Um die Flüchtlingskrise ging es in der Talkshow von Anne Will. Außenminister Jean Asselborn griff den Vertreter Ungarns scharf an.
Außenminister Jean Asselborn: "Ungarn hat jede europäische Hilfe abgewiesen."