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Asselborn drängt auf diplomatische Lösung für die Ukraine
International 24.01.2022
Konflikt zwischen Moskau und dem Westen

Asselborn drängt auf diplomatische Lösung für die Ukraine

Außenminister Jean Asselborn will den Gesprächsfaden mit Moskau nicht abreißen lassen.
Konflikt zwischen Moskau und dem Westen

Asselborn drängt auf diplomatische Lösung für die Ukraine

Außenminister Jean Asselborn will den Gesprächsfaden mit Moskau nicht abreißen lassen.
Foto: AFP
International 24.01.2022
Konflikt zwischen Moskau und dem Westen

Asselborn drängt auf diplomatische Lösung für die Ukraine

Michael MERTEN
Michael MERTEN
Trotz zunehmender Spannungen im Konflikt mit Moskau will der luxemburgische Außenminister eine "Schneise für die Diplomatie" freihalten.

Im sich zuspitzenden Streit um russische Truppenaktivitäten an der Grenze zur Ukraine drängt Außenminister Jean Asselborn (LSAP) auf eine friedliche Einigung. Die EU-Außenminister seien sich einig darin, dass der Konflikt um die Ukraine mit der „Toolbox der Diplomatie“ gelöst werden müsse, sagte der LSAP-Politiker im Interview mit dem „Deutschlandfunk“. „Wir müssen der Diplomatie eine Schneise freihalten“, betonte Asselborn, der am Montag am Treffen der EU-Außenminister in Brüssel teilnimmt. Am Nachmittag soll dort der US-Amtskollege Antony Blinken per Video zugeschaltet werden.


TOPSHOT - An Ukrainian Military Forces serviceman checks his weapon as he stands in a trench on the frontline with the Russia-backed separatists near Zolote village, in the eastern Lugansk region, on January 21, 2022. - Ukraine's Foreign Minister Dmytro Kuleba on January 22, 2022, slammed Germany for its refusal to supply weapons to Kyiv, urging Berlin to stop "undermining unity" and "encouraging Vladimir Putin" amid fears of a Russian invasion. (Photo by Anatolii STEPANOV / AFP)
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„Keiner will doch eine militärische Intervention akzeptieren in der Ukraine“, hob der dienstälteste Außenminister der EU hervor. Daher hätten NATO und EU deutliche Sanktionen im Fall eines russischen Einmarschs in der Ukraine angekündigt. Asselborn zeigte sich skeptisch gegenüber den Forderungen nach mehr Waffenlieferungen an die Ukraine: Es sei wichtig, sich „nicht in eine Kriegslogik“ zu versetzen, sondern zu „versuchen, mit der Diplomatie weiterzukommen“. 


An Ukrainian Military Forces serviceman walks on a trench on the frontline with Russia-backed separatists near Luganske village, in Donetsk region on January 11, 2022. - Ukraine said on January 11, 2022 it welcomes "efforts" by the West and Russia to ease tensions over Ukraine after a week of high-stakes diplomacy kicked-off in Geneva this week. (Photo by Anatolii STEPANOV / AFP)
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Es sei jetzt nicht die Zeit für zunehmende Drohungen, sondern für mehr Gespräche. Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sei bewusst, dass es für sein Land keinen Sieg geben könne. Denn das würde spürbare Konsequenzen haben, etwa bei dem für Moskau so wichtigen Projekt der Gaspipeline Nordstream 2, die derzeit noch nicht genehmigt ist: „Jeder weiß auch Putin, dass, wenn ein Einmarsch geschieht, dass das hin ist, dass kein Gas fließt.“ 

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