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Argentiniens Präsident bildet Kabinett um
International 18.09.2021
Nach Vorwahl-Schlappe

Argentiniens Präsident bildet Kabinett um

Im März 2020 nahmen Präsident Alberto Fernández und Vizepräsidentin Cristina Kirchner nebeneinander Platz. Nach den Vorwahlen hat Letztere Kritik an Fernández ausgeübt.
Nach Vorwahl-Schlappe

Argentiniens Präsident bildet Kabinett um

Im März 2020 nahmen Präsident Alberto Fernández und Vizepräsidentin Cristina Kirchner nebeneinander Platz. Nach den Vorwahlen hat Letztere Kritik an Fernández ausgeübt.
Foto: AFP
International 18.09.2021
Nach Vorwahl-Schlappe

Argentiniens Präsident bildet Kabinett um

Bei den Vorwahlen hat die linke Regierungskoalition schwere Niederlagen eingesteckt. Nun hat der Präsident reagiert.

(dpa) - Argentiniens Präsident Alberto Fernández hat nach einer Niederlage bei den Vorwahlen und Kritik der mächtigen Vizepräsidentin Cristina Kirchner sieben Posten in seinem Kabinett neu besetzt. Unter anderem wird der bisherige Kabinettschef Santiago Cafiero neuer Außenminister und löst damit Felipe Solá ab, wie das Präsidentenamt mitteilte. Auch kehrt Kirchners früherer Kabinettschef Aníbal Fernández als Sicherheitsminister in die Regierung zurück. Die neuen Minister sollen am Montag vereidigt werden.

Die linke Regierungskoalition Frente de Todos (Front aller) hatte bei den Vorwahlen vergangenen Sonntag schwere Niederlagen eingesteckt, darunter etwa in der Hauptstadt Buenos Aires. Die Vorwahlen dienen zur Lichtung des Parteienspektrums vor der Parlamentswahl am 14. November, gelten aber auch als Stimmungstest für die Regierung. 

Machtkampf entbrannt

In der Koalition entbrannte daraufhin ein Machtkampf zwischen den Lagern von Präsident Fernández und Ex-Staatschefin Kirchner (2007-2015). Kirchner kritisierte unter anderem eine „falsche Sparpolitik“, die Folgen für die Gesellschaft und auch die Wahlen habe. Sie habe Fernández immer gesagt, dass sie die angespannte soziale Lage beunruhige, schrieb sie auf ihrer Website.


ARCHIV - 22.12.2020, Peru, Lima: Ein Medizinischer Mitarbeiter in Schutzkleidung nimmt einen Nasenabstrich bei einer Patientin, um sie auf das Coronavirus zu testen. Auch nach einer Veröffentlichung aus Japan sieht ein deutscher Immunologe in der sogenannten Lambda-Variante des Coronavirus noch keinen Grund zur Besorgnis. (zu dpa «Immunologe: Daten zu Lambda-Variante noch nicht beunruhigend») Foto: El Comercio/GDA via ZUMA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Lambda in Lateinamerika auf dem Vormarsch
Länder wie Peru und Chile sind stark von der weitgehend unerforschten Variante betroffen. Japanische Forscher fordern eine Hochstufung.

Argentinien steckt in einer schweren Wirtschaftskrise: Die Inflationsrate liegt bei rund 50 Prozent, die Landeswährung Peso gibt gegenüber dem US-Dollar immer stärker nach. In dem einst reichen südamerikanischen Land leben inzwischen 42 Prozent der Menschen unter der Armutsgrenze. Probleme bei der Beschaffung von Corona-Impfstoff und private Feiern während der Quarantäne im Präsidentenpalast hatten die Regierung zudem zuletzt in die Kritik gebracht.    

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