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Antwort auf deutsche Forderung: Brüssel: Tihange und Doel bleiben am Netz
International 20.04.2016 Aus unserem online-Archiv

Antwort auf deutsche Forderung: Brüssel: Tihange und Doel bleiben am Netz

In der Kritik: Die Atomkraftwerke von Tihange und Doel sollen vorerst vom Netz genommen werden.

Antwort auf deutsche Forderung: Brüssel: Tihange und Doel bleiben am Netz

In der Kritik: Die Atomkraftwerke von Tihange und Doel sollen vorerst vom Netz genommen werden.
Foto: REUTERS
International 20.04.2016 Aus unserem online-Archiv

Antwort auf deutsche Forderung: Brüssel: Tihange und Doel bleiben am Netz

Die belgische Atomaufsichtsbehörde AFCN hat die Forderung aus Deutschland zurückgewiesen, zwei Atomreaktorblöcke aus Sicherheitsgründen vorübergehend vom Netz zu nehmen. Protest gegen die Reaktoren kam auch aus Luxemburg.

(dpa/vb) - Die belgische Atomaufsichtsbehörde AFCN hat die Forderung aus Deutschland zurückgewiesen, zwei Atomreaktorblöcke aus Sicherheitsgründen vorübergehend vom Netz zu nehmen. „Die AFCN bleibt überzeugt, dass Doel 3 und Tihange 2 internationale Sicherheitsstandards einhalten (...)“, teilte die AFCN am Mittwoch in Brüssel mit. Es sei deshalb nicht nötig, die Blöcke abzuschalten.

Die deutsche Umweltministerin Barbara Hendricks hatte die belgische Regierung gebeten, Tihange 2 und Doel 3 „bis zur Klärung offener Sicherheitsfragen“ herunterzufahren.

Proteste auch aus Luxemburg

Kritik am Zustand der belgischen Reaktoren gab es auch aus Luxemburg. Staatssekretär Camille Gira (Déi Gréng) bezweifelte, dass Tihange den Sicherheitsvorgaben entspreche und traf in dieser Angelegenheit den belgischen Vizepremier Jan Jambon. Gesundheitsministerin Lydia Mutsch (LSAP) und Umweltministministerin Carole Dieschbourg (Déi Gréng) protestierten dagegen, dass die Reaktoren wieder hochgefahren wurden.

Die belgische Aufsicht zeigte sich über den Vorstoß von Hendricks „überrascht“. AFCN-Chef Jan Bens sagte laut Nachrichtenagentur Belga: „Die AFCN ist immer bereit, mit ihren deutschen Partnern zusammenzuarbeiten, genauso wie wir mit unseren französischen, niederländischen, Schweizer und luxemburgischen Kollegen zusammenarbeiten, vorausgesetzt, dass es auf deutscher Seite den Willen gibt, in einer konstruktiven Weise zu kooperieren.“


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