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Antoine Deltour fordert mehr Steuergerechtigkeit
International 21.02.2016 Aus unserem online-Archiv
Whistleblower

Antoine Deltour fordert mehr Steuergerechtigkeit

Conf.Luxleaks. Antoine Deltour.Foto:Gerry Huberty
Whistleblower

Antoine Deltour fordert mehr Steuergerechtigkeit

Conf.Luxleaks. Antoine Deltour.Foto:Gerry Huberty
International 21.02.2016 Aus unserem online-Archiv
Whistleblower

Antoine Deltour fordert mehr Steuergerechtigkeit

Der Franzose Antoine Deltour brachte die "Luxleaks"-Affäre ins Rollen. Die Konsequenzen, die die EU-Kommission zog, gingen ihm nicht weit genug, erklärt er in einem Interview.

(ks) - Dem Whistleblower Antoine Deltour, der die "Luxleaks"-Affäre in Gang brachte und ab April in Luxemburg vor Gericht steht, gehen die Bemühungen der EU-Kommission für mehr Steuergerechtigkeit nicht weit genug. Zwar sei innerhalb der vergangenen Monate viel passt, jedoch nicht so viel wie erhofft, sagte er in einem Interview mit dem französischen Wirtschaftsmagazin "L'Expansion". Der geplante Austausch über Steuervorbescheide gehe nicht weit genug.

"Diesen Informationsaustausch verpflichtend zu machen, ist keine Revolution, denn die Steuerbehörden waren bereits angehalten intensiv miteinander zu kooperieren", sagt Deltour.

In dem Interview spricht sich Deltour gegen eine Veröffentlichung von Tax Rulings aus: "Sie enthalten viele Informationen, die für ein Unternehmen sensibel sind. Die Geschäftswelt braucht eine gewisse Vertraulichkeit." Das Problem seien nicht die Steuervorbescheide an sich, sondern dass einige extrem begünstigend seien und so zu Wettbewerbsverzerrungen führten.

Um das System zu ändern, brauche es mehr als einen Informationsaustausch über Tax Rulings. Daher plädiert Deltour dafür Gewinne von Unternehmen auf europäischem Niveau zu betrachten und die Steuern anschließend nach einem Verteilungsschlüssel, der sich beispielsweise an der Mitarbeiteranzahl bemisst, national zu berechnen. "Dies würde definitiv die Inkohärenz zwischen den Steuerbehörden beenden."

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