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Angriff mit Machete in Paris: Zwei Journalisten verletzt
International 3 1 2 Min. 25.09.2020

Angriff mit Machete in Paris: Zwei Journalisten verletzt

Einsatzkräfte der Feuerwehr schieben eine Trage mit einem Verletzten.

Angriff mit Machete in Paris: Zwei Journalisten verletzt

Einsatzkräfte der Feuerwehr schieben eine Trage mit einem Verletzten.
Foto: DPA
International 3 1 2 Min. 25.09.2020

Angriff mit Machete in Paris: Zwei Journalisten verletzt

In der Nähe des früheren Büros der Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" kam es am Freitag zu einem blutigen Gewaltvorfall. Anti-Terror-Ermittler nehmen ihre Arbeit auf.

(dpa) - Bei der Messerattacke im Pariser Osten sind nach den Worten des französischen Regierungschefs Jean Castex zwei Journalisten verletzt worden. Ihr Leben sei nicht in Gefahr, sagte Castex am Freitag in der Nähe des Tatorts. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hatte zuvor bestätigt, die Ermittlungen übernommen zu haben. Zwei Verdächtige wurden festgenommen.

Castex unterstrich den Willen der Regierung, „mit allen Mitteln gegen den Terrorismus zu kämpfen“. Der Angriff ereignete sich in unmittelbarer Nähe der früheren Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“.

Castex sprach in diesem Zusammenhang von einem „symbolischen Ort“. Er wies auch auf den laufenden Terrorismusprozess um die blutigen Attacke auf die Zeitschrift im Januar 2015 hin, bei dem seit Monatsbeginn elf Angeklagte in Paris vor Gericht stehen.

Die beiden Verletzten der Messerattacke sind nach ergänzenden Medieninformationen bei einer Produktionsfirma beschäftigt, die für das Fernsehen arbeitet.

Castex hat eine Krisensitzung einberufen. Zur Zahl der Verletzten gab es zunächst unterschiedliche Angaben - erst war von vier die Rede, später von zwei. Auch die Zahl der Täter war noch unklar. Ein Verdächtiger wurde in der Nähe des Place de la Bastille unweit des Tatorts festgenommen. Laut „Le Parisien“ soll ein zweiter Verdächtiger mit der U-Bahn geflüchtet sein.

Berichten zufolge wurden im Zentrum der Stadt mehrere Schulen und Krippen vorsichtshalber geschlossen. Der Bereich um den Tatort wurde von den Einsatzkräften komplett abgesperrt, wie ein Reporter berichtete. Berichten zufolge untersuchten die Beamten auch ein verdächtiges Paket in der Gegend - dabei soll sich zunächst nichts ergeben haben.

Der Terrorismusprozess um den blutigen islamistischen Anschlag auf „Charlie Hebdo“ läuft seit Monatsbeginn in Paris. Angeklagt sind 14 Menschen. Bei der mehrtägigen Anschlagsserie waren im Januar 2015 insgesamt 17 Menschen getötet worden. Die Anschläge trafen nicht nur die Redaktion von „Charlie Hebdo“, sondern auch einen koscheren Supermarkt in Paris. Die drei Täter wurden damals von Sicherheitskräften erschossen.

Den Angeklagten wird vorgeworfen, in unterschiedlicher Weise bei der Vorbereitung der Anschläge geholfen sowie einer terroristischen Vereinigung angehört zu haben. In den meisten Fällen drohen Haftstrafen von bis zu 20 Jahren. Beschuldigte sollen beispielsweise Waffen besorgt oder eine Unterkunft zur Verfügung gestellt haben. „Charlie Hebdo“ hatte zuletzt erneut Mohammed-Karikaturen veröffentlicht und ist daraufhin wieder bedroht worden.

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