Anekdoten an Weihnachten

Norad, Surfer und die künftige Prinzessin

In Sandringham hatte die Schauspielerin Meghan Markle ihren ersten offiziellen Auftritt an der Seite von Prinz Harry.
In Sandringham hatte die Schauspielerin Meghan Markle ihren ersten offiziellen Auftritt an der Seite von Prinz Harry.
AFP

(ham/dpa) - Bauklötze sind für US-Präsident Donald Trump ein tolles Weihnachtsgeschenk. Das verriet der 71-Jährige am Heiligabend Kindern am Telefon. „Ich fand Bauklötze immer toll“, sagte er dem kleinen Casper, der sich Spielbausteine gewünscht hatte. „Ich glaube, Santa wird dir Bauklötzchen bringen, so viele, dass du gar nicht alle verwenden kannst.“

Bei der Telefon-Hotline können sich Kinder jedes Jahr genau über die Flugbewegungen des Weihnachtsmannes informieren. Trump und seine Frau Melania nahmen diesmal aus ihrem Urlaubsdomizil in Mar-A-Lago in Florida bei mehreren Anrufen den Hörer ab.

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Auch Trumps Amtsvorgänger Barack Obama und seine Frau Michelle hatten Anrufe beantwortet. Der sogenannte Santa-Tracker, bei dem jedes Jahr tausende Freiwillige Anrufe beantworten, begann 1955 mit einem Fehler bei einer Telefonnummer in einer Zeitungsanzeige. Anstatt beim Weihnachtsmann landeten die Anrufer bei der US-Raketenabwehr.

Und dieser Norad entgeht kein noch so kleines Flugobjekt auf dem Weg in die USA - der punktgenauen Überwachung kann sich selbst der Weihnachtsmann auf seinem Schlitten nicht entziehen. Die Luftraumüberwachung, die das Land sonst vor möglichen Raketenangriffen schützen soll, verfolgt aus einer unterirdischen Bunkeranlage in Colorado den Flug des Weihnachtsmannes auf das Genaueste. Inzwischen lässt sich der Weg von Santa Claus auch digital über die Website einsehen.

„Seht zu, dass alle im Bett sind und schlafen, so dass Santa einfliegen kann“, twitterte Norad am späten Sonntagnachmittag (Ortszeit), als Santa Claus nach den Berechnungen der Experten noch zwischen Nigeria und dem Tschad geortet wurde.

Surfin' USA

Hunderte Surfer haben sich an der Ostküste Floridas in Weihnachtsmannkostümen auf die Bretter geschwungen, um über die Wellen zu reiten. Ziel der Aktion am Sonntag in Cocoa Beach war es, Spenden für ein Museum und eine gemeinnützige Organisation zu sammeln. Wie die Zeitung „Florida Today“ berichtete, hatten die Veranstalter 837 Armbänder an diejenigen verteilt, die als Weihnachtsmänner surfen wollten.

Aber nicht alle wagten sich in voller Montur samt Rauschebart in die Fluten. Manche Teilnehmer trugen lediglich die typische rote Mütze samt weißer Bommel. Und wer auf die perfekte Welle gehofft hatte, wurde enttäuscht. Der Wellengang war schwach.

Es war bereits das neunte Mal, dass die Aktion mit dem Namen „Surfing Santas“ stattfand.

Der Prinz und die Schauspielerin

Prinz Harry (33) und seine Verlobte Meghan Markle (36) haben gemeinsam mit Königin Elizabeth II. am Montag einen Weihnachtsgottesdienst besucht. Hunderte Menschen säumten bei windigem Wetter den Weg zur Kirche Saint Mary Magdalene, um einen Blick auf das Paar zu erhaschen und allen Royals „Merry Christmas“ zuzurufen. Nach dem Gottesdienst sprachen die beiden mit Senioren, die vor der Kirche im britischen Sandringham warteten.

Markle, die einen beigen Mantel, einen braunen Hut und braune Wildlederstiefel trug, wirkte bei dem Auftritt souverän: Sie lächelte, zeigte sich interessiert und freundlich, ohne sich in den Vordergrund zu spielen. „Sie hat viele Dinge gesagt. Sie ist so wunderbar“, schwärmte eine ältere Frau in einem Rollstuhl. Eine andere Britin lobte die Natürlichkeit der Schauspielerin.

In Markles Nähe waren beim Kirchgang Prinz William und Kate (beide 35) zu sehen. Kate, die im Frühjahr ihr drittes Kind erwartet, trug einen Mantel mit Schottenkaromuster. Darunter zeichnete sich klar ihr Babybauch ab. Die 91-jährige Queen erschien ganz in Orange gekleidet.

Zahlreiche Royals besuchten den Gottesdienst, darunter auch Prinz Philip (96) und Thronfolger Prinz Charles (69) mit seiner Camilla (70). Für Amüsement unter den Royals sorgte Charles' Bruder Prinz Andrew (57), der einen weggewehten Hut einfangen musste.

Prinz Harry und Markle wollen am 19. Mai in Windsor westlich von London heiraten. Bereits kurz vor Weihnachten war die US-Schauspielerin zu einem Essen mit den Royals in den Buckingham-Palast eingeladen worden. Britische Medien bezeichneten dies als ungewöhnlich, da das Paar noch nicht verheiratet ist.