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Amoklauf an Highschool: Motiv weiter offen
International 2 Min. 17.11.2019 Aus unserem online-Archiv

Amoklauf an Highschool: Motiv weiter offen

Trauernde stehen fasssungslos an der Schule, an der der Täter um sich schoss.

Amoklauf an Highschool: Motiv weiter offen

Trauernde stehen fasssungslos an der Schule, an der der Täter um sich schoss.
Foto: David Crane/Orange County Regist
International 2 Min. 17.11.2019 Aus unserem online-Archiv

Amoklauf an Highschool: Motiv weiter offen

Zwei Schüler in Kalifornien sterben, als ein 16-Jähriger an seiner Schule Schüsse abgibt. Auch der Schütze erliegt seinen Verletzungen. Wenig später fallen wieder an einer Highschool Schüsse.

(dpa) - Ein weiterer Amoklauf in den USA, wieder gibt es Opfer. Die Polizei spricht von einer „sinnlosen Gewalttat“, das Motiv für die Tat ist auch Tage danach völlig unklar. Der 16 Jahre alte Schütze hatte am Donnerstag in seiner Schule bei Los Angeles das Feuer eröffnet und zwei Mitschüler, eine 15-Jährige und einen 14-Jährigen, erschossen. Drei weitere Schüler wurden verletzt. Zwei von ihnen befanden sich am Wochenende noch im Krankenhaus. Auch bei einem Footballspiel an einer Highschool in New Jersey fallen Schüsse.

Wahllos um sich geschossen

Nach dem Verbrechen an der Saugus High School in Santa Clarita hatte sich der Täter selbst in den Kopf geschossen, er erlag am Freitag seinen Verletzungen. Das Motiv gibt den Ermittlern weiter Rätsel auf. Anhand einer Videoaufzeichnung und mit Hilfe von Augenzeugen kamen sie zu dem Schluss, dass der 16-Jährige nicht gezielt, sondern 16 Sekunden lang wahllos um sich schoss. Der Schütze, der am Tag der Tat Geburtstag hatte, brachte die Waffe in einem Rucksack mit. Der Junge war am Morgen von seiner Mutter an der Schule abgesetzt worden.


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Mit der letzten Kugel in seiner Pistole habe er sich in den Kopf geschossen. Es wirkte so, als ob sich der Täter mit der Waffe sehr gut ausgekannt habe, sagte Sheriff Alex Villanueva. Der 2017 gestorbene Vater des Jungen soll ein begeisterter Jäger gewesen sein, berichteten US-Medien.

Unauffälliger Junge

Freunde und Nachbarn hätten überrascht reagiert, als sie von der Tat des Jungen erfuhren, schrieb die „Los Angeles Times“. Demnach sei er zuvor nicht durch aggressives Verhalten aufgefallen, hieß es. Der 16-jährige war bei den Pfadfindern aktiv und gehörte Sportteams an. Mit einer Mahnwache gedachten Schüler, Angehörige und Freunde am Freitag den Opfern. Auch für Sonntag war eine Trauerkundgebung geplant.

In den USA kommt es immer wieder vor, dass in Schulen, Einkaufszentren oder an anderen öffentlichen Orten geschossen wird. Nur einen Tag nach dem Amoklauf in Kalifornien waren bei einem Highschool-Football-Spiel im US-Staat New Jersey Schüsse gefallen. Drei Menschen wurden verletzt, darunter ein zehnjähriger Junge, der sich am Samstag im kritischen Zustand befand.

Fünf tatverdächtige Männer wurden festgenommen. Sie hätten es aufeinander abgesehen - nicht auf die Schüler, aber ein unschuldiges Kind sei dabei in ihr Kreuzfeuer geraten, teilte die Staatsanwaltschaft im Bezirk Atlantic County am Samstag mit.

Proteste gegen Waffengewalt

An einer High School in Parkland (Florida) hatte 2018 ein 19-Jähriger 14 Jugendliche und 3 Erwachsene erschossen. Überlebende Schüler starteten danach eine Protestaktion gegen Waffengewalt und für striktere Waffengesetze in den USA. Die mächtige Waffenlobbyorganisation NRA bekämpft aber jeden Versuch, Waffenbesitz stärker zu regulieren. Auch US-Präsident Donald Trump ist gegen eine Einschränkung des Rechts auf Waffenbesitz, das in der US-Verfassung verankert ist. 


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 / AFP PHOTO / Daniel KRAMER
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