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Alexei Nawalny aus Krankenhaus entlassen
International 23.09.2020

Alexei Nawalny aus Krankenhaus entlassen

Alexei Nawalny am 22. September.

Alexei Nawalny aus Krankenhaus entlassen

Alexei Nawalny am 22. September.
AFP
International 23.09.2020

Alexei Nawalny aus Krankenhaus entlassen

Der russische Oppositionelle ist mehr als einen Monat nach dem Giftanschlag auf ihn aus der Berliner Charité entlassen worden.

(dpa) - Nach 32-tägiger Behandlung ist der vergiftete russische Kremlkritiker Alexej Nawalny aus der Berliner Charité entlassen worden. Das teilte das Krankenhaus am Mittwochmorgen mit.

Der Patient sei am Dienstag aus der stationären Behandlung entlassen worden. Der Gesundheitszustand Nawalnys habe sich „soweit gebessert, dass die akutmedizinische Behandlung beendet werden konnte“.


(FILES) This file photo taken on December 26, 2019 shows Russian opposition leader Alexei Navalny standing near law enforcement agents in a hallway of a business centre, which houses the office of his Anti-Corruption Foundation (FBK), in Moscow. - The German government said Monday, September 14, 2020 that laboratories in France and Sweden have confirmed its own findings that Russian opposition leader Alexei Navalny was poisoned with a Novichok nerve agent. (Photo by Dimitar DILKOFF / AFP)
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Die behandelnden Ärzte in Deutschland halten „aufgrund des bisherigen Verlaufs und des aktuellen Zustandes des Patienten eine vollständige Genesung für möglich“, erklärte die Klinik weiter. „Eventuelle Langzeitfolgen der schweren Vergiftung können aber erst im weiteren Verlauf beurteilt werden.“ Nawalny hatte nach Klinikangaben 24 Tage auf einer Intensivstation gelegen. Zuletzt hatte sich sein Zustand gebessert.

Zum aktuellen Aufenthaltsort Nawalnys machte die Charité keine Angaben. „Die öffentliche Mitteilung zum Gesundheitszustand von Herrn Nawalny erfolgt im Einvernehmen mit ihm und seiner Ehefrau“, hieß es nur.

Der 44-Jährige hatte seinen Weg der Genesung zuletzt mit mehreren Instagram-Fotos dokumentiert. Er dankte bereits in einer am Samstag veröffentlichten Nachricht den „brillanten Ärzten“ der Klinik. Noch vor kurzem aber habe er nicht einmal Menschen erkannt und nicht begriffen, wie das Reden geht. „Das hat mich zur Verzweiflung getrieben, weil ich ja im Grunde schon verstanden habe, was der Doktor will, aber ich wusste nicht, woher ich die Worte nehmen soll.“


15.09.2020, Berlin: Das Charité Bettenhochhaus ist hinter der Flagge auf der Botschaft der Russischen Föderation zu sehen. Der Kremlkritiker Nawalny hat sich knapp vier Wochen nach seiner Vergiftung zum ersten Mal vom Krankenbett in Berlin aus zu Wort gemeldet. Foto: Christoph Soeder/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Nach Wochen im Koma scheint das politische Comeback des vergifteten russischen Oppositionspolitikers Alexei Nawalny nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Moskau reagiert mit gemischten Gefühlen.

Nawalny wies dabei auch darauf hin, dass es noch viele Probleme zu lösen gebe. Das Telefon fühle sich in der Hand an wie ein Stein. „Und sich selbst Wasser einschenken ist eine richtige Attraktion.“

Der 44-Jährige war am 20. August auf einem Flug von der sibirischen Stadt Tomsk nach Moskau zusammengebrochen. Nach einer Zwischenlandung wegen des Notfalls wurde er in Omsk im Krankenhaus behandelt. Am 22. August war Nawalny auf Drängen seiner Familie nach Deutschland ausgeflogen worden.

Wochenlang lag er in einem künstlichen Koma. Nach Angaben von Speziallaboren wurde er mit einem international verbotenen Nervenkampfstoff der Nowitschok-Gruppe vergiftet. Russland weist bisher alle Vorwürfe zurück, dass auf Nawalny ein Anschlag mit dem Gift verübt worden sein soll.


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(FILES) In this file photo taken on February 29, 2020 Russian opposition leader Alexei Navalny, his wife Yulia, opposition politician Lyubov Sobol and other demonstrators take part in a march in memory of murdered Kremlin critic Boris Nemtsov in downtown Moscow. - US President Donald Trump said on September 4, 2020 that he had not seen proof yet that Russian opposition leader Alexei Navalny had been poisoned. (Photo by Kirill KUDRYAVTSEV / AFP)