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Alberto Fernández als neuer Präsident in Argentinien vereidigt
International 10.12.2019

Alberto Fernández als neuer Präsident in Argentinien vereidigt

Präsident Alberto Fernández posiert in seinem neuen Büro für die Fotografen.

Alberto Fernández als neuer Präsident in Argentinien vereidigt

Präsident Alberto Fernández posiert in seinem neuen Büro für die Fotografen.
Foto: AFP/Esteban Collazo/Argentinian Presidency
International 10.12.2019

Alberto Fernández als neuer Präsident in Argentinien vereidigt

Der Jurist und Mitte-Links-Politiker Alberto Fernández soll Argentinien aus der Krise führen. An seiner Seite steht eine alte Bekannte.

(dpa) - Inmitten einer schweren Wirtschaftskrise schwenkt Argentinien mit dem Amtsantritt von Präsident Alberto Fernández leicht nach links. Der neue Staatschef kündigte nach seiner Vereidigung am Dienstag im Parlament einen Plan gegen die im Land grassierende Lebensmittelknappheit an. „Über 15 Millionen Menschen leiden an Lebensmittelknappheit in diesem Land, das zu den weltweit größten Nahrungsmittelproduzenten zählt“, sagte Fernández (60). Er kündigte an, die Wirtschaft ankurbeln zu wollen. Das habe für ihn auch Vorrang vor der Begleichung der Auslandsschulden Argentiniens.

„Das Land hat den Willen, zu zahlen, es fehlen aber die Mittel hierzu. Ohne Wirtschaftswachstum können keine Schulden nachhaltig beglichen werden“, erklärte Fernández bei seiner Ansprache im Parlament. Die Regierung des bisherigen konservativen Präsidenten Mauricio Macri (60) hinterlasse eine hohe Staatsschuld, anhaltende Rezession und eine Armut, die 40 Prozent der Bevölkerung trifft.

Alte Bekannte wird Vizepräsidentin

Das einst reiche Land steckt in einer tiefen Wirtschafts- und Finanzkrise. Die Inflationsrate liegt bei mehr als 50 Prozent. Fernández gewann am 27. Oktober die Wahl. Der Jurist gilt als gemäßigter Mitte-links-Politiker.

Alberto Fernández und Vizepräsidentin Cristina Fernández de Kirchner.
Alberto Fernández und Vizepräsidentin Cristina Fernández de Kirchner.
Foto: AFP/Juan Carlos Cardenas/Argentinischer Senat

Seine Vizepräsidentin, Cristina Kirchner, die am Dienstag ebenfalls vereidigt wurde, ist eine polarisierende Figur. Gegen die Ex-Staatschefin, die 2007 ihren inzwischen gestorbenen Ehemann Néstor Kirchner im Amt ablöste und gewählt wurde und bis 2015 regierte, laufen mehrere Verfahren wegen Korruptionsvorwürfen.

Kirchner schlug Fernández im Mai als Kandidaten für die Präsidentschaftswahl vor und behielt für sich den Vizepräsidenten-Posten vor. Sie genießt so weiterhin Immunität angesichts der mehrfachen Korruptionsprozesse, die gegen sie noch laufen.


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