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AfD schließt Landesvorsitzende Sayn-Wittgenstein aus der Partei aus
International 28.08.2019 Aus unserem online-Archiv

AfD schließt Landesvorsitzende Sayn-Wittgenstein aus der Partei aus

Doris von Sayn-Wittgenstein, Fürstin und angebliche Unterstützerin rechtsextremistischer Kreise.

AfD schließt Landesvorsitzende Sayn-Wittgenstein aus der Partei aus

Doris von Sayn-Wittgenstein, Fürstin und angebliche Unterstützerin rechtsextremistischer Kreise.
Foto: Markus Scholz/dpa
International 28.08.2019 Aus unserem online-Archiv

AfD schließt Landesvorsitzende Sayn-Wittgenstein aus der Partei aus

Die 64-Jährige soll einen rechtsextremistischen Verein unterstützt haben.

(dpa) - Die rechtspopulistische AfD hat in Deutschland die schleswig-holsteinische Landesvorsitzende Doris von Sayn-Wittgenstein ausgeschlossen. Wie ein Parteisprecher am Mittwoch mitteilte, folgte das Bundesschiedsgericht der AfD einem entsprechenden Antrag des Bundesvorstandes.

Die Parteispitze hatte der 64-Jährigen unter anderem wegen einer Fördermitgliedschaft in einem rechtsextremen Verein parteischädigendes Verhalten vorgeworfen.

Sayn-Wittgenstein sagte auf Anfrage, sie wolle weiterhin Landesvorsitzende bleiben, sie werde gegen die Entscheidung der Partei juristisch vorgehen.

Der Bundesvorstand hält ihr vor, Fördermitglied des vom thüringischen Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Vereins Gedächtnisstätte gewesen zu sein. Der Verein steht auf der Unvereinbarkeitsliste der AfD.

Das Parteiausschlussverfahren hatte den AfD-Landesverband Schleswig-Holstein Ende Juni nicht daran gehindert, die Landtagsabgeordnete erneut zu seiner Vorsitzenden zu wählen. Dieser Posten bleibt jetzt bis zu einer Nachwahl unbesetzt. Nach Angaben von Parteisprecher Bastian Behrens werden die Geschäfte des Landesverbandes bis dahin von den beiden Stellvertretern Joachim Schneider und Roland Kaden geführt.


ARCHIV - 04.07.2015, Nordrhein-Westfalen, Essen: Der ehemalige Vorsitzende Bernd Lucke winkt  auf dem Parteitag der AfD. Nach seiner gescheiterten Wiederwahl ins Europaparlament kehrt der AfD-Gründer und Wirtschaftswissenschaftler Bernd Lucke an die Hamburger Universität zurück. (zu dpa "AfD-Gründer Bernd Lucke kehrt an Uni Hamburg zurück") Foto: Maja Hitij/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
AfD-Gründer Lucke lehrt wieder an Universität
Nach dem Scheitern seiner Wiederwahl ins Europaparlament kehrt der deutsche AfD-Gründer und Wirtschaftswissenschaftler Bernd Lucke an die Universität Hamburg zurück.

Sayn-Wittgenstein wäre im Dezember 2017 beinahe Co-Parteivorsitzende neben Jörg Meuthen geworden. Die damals in der Partei bundesweit noch relativ unbekannte Überraschungskandidatin war seinerzeit auf einem Bundesparteitag in Hannover gegen den Berliner Landesvorsitzenden Georg Pazderski angetreten. Sie zog ihre Kandidatur nach einem Patt schließlich zurück, als sich Alexander Gauland zur Wahl stellte.

Die AfD (Alternative für Deutschland) ist im nationalen Parlament die drittstärkste Kraft. Bei den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg an diesem Sonntag winken ihr kräftige Stimmengewinne.


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