Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Acht Tote nach Anschlag auf Gerichtshof
International 21.02.2017 Aus unserem online-Archiv
In Pakistan

Acht Tote nach Anschlag auf Gerichtshof

Wachen riegeln das Gerichtsgelände nach dem Anschlag ab.
In Pakistan

Acht Tote nach Anschlag auf Gerichtshof

Wachen riegeln das Gerichtsgelände nach dem Anschlag ab.
Foto: REUTERS
International 21.02.2017 Aus unserem online-Archiv
In Pakistan

Acht Tote nach Anschlag auf Gerichtshof

Tom RÜDELL
Tom RÜDELL
Drei Selbstmordattentäter versuchen auf das Gerichtsgelände der Kleinstadt Tangi zu gelangen. Von der Wache aufgehalten zündet einer seinen Sprengsatz - acht Menschen sterben, mindestens zehn werden verletzt.

(dpa) - Bei einem Angriff von drei Selbstmordattentätern auf einen Gerichtshof in Nordpakistan sind acht Menschen getötet worden. Fünf von ihnen seien Zivilisten, sagte der Polizeichef der Kleinstadt Tangi in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa, Gulsher Khan der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Auch die drei Attentäter seien ums Leben gekommen. Mindestens zehn Menschen wurden verletzt.

Zu der Tat bekannte sich der Sprecher der brutalen Islamistengruppe Jamaat ul-Ahrar (JuA) per Textnachricht an pakistanische Journalisten. Auf das Konto von JuA gingen in der vergangenen Woche die meisten von mindestens acht Anschlägen, bei denen mindestens 110 Menschen starben. JuA hat weitere Anschläge angekündigt.

Die Täter hatten nach Polizeiangaben am späten Vormittag versucht, auf das Gerichtsgelände zu gelangen, wurden aber schon am Tor abgefangen. Wachen schossen auf sie und töteten zwei der Männer. Einer habe es aber noch geschafft, seinen Sprengsatz zu zünden.

Nach zwei relativ ruhigen Jahren gibt es in Pakistan wieder mehr Terroranschläge. Allein am vergangenen Donnerstag wurden bei einem besonders blutigen Anschlag auf einen Schrein liberaler Sufi-Muslime in Südpakistan 88 Menschen getötet. Zu diesem Anschlag bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Der IS arbeitet zunehmend mit anderen Islamistengruppen zusammen, auch mit (JuA).


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Erneut hat es in Pakistan einen Selbstmordanschlag gegeben - diesmal war eine christliche Kirche das Ziel von zwei Attentätern. Die Opferzahlen könnten noch steigen.
Pakistanische Sicherheitskräfte bringen Verletzte aus der Kirche.
Acht Tote bei Anschlag in Teheran
Zwei Terroranschläge in Teheran forderten Medienberichten zufolge zwölf Tote. Bewaffnete Männer sollen mit Maschinengewehren ins Parlament eingedrungen sein, am Khomeini-Grab gab es Selbstmordattentate. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Angriffe von Mittwoch für sich.
Die Polizei umstellte das Parlamentsgebäude.
"Britische Sicherheitskräfte sind die besten Europas"
Der Terrorismusexperte Peter Neumann forscht am King's College in London zur Entstehung von Radikalisierung. Er glaubt, dass es sich bei der Attacke in London um einen islamistischen Anschlag handelt.
Sie tanzen und verehren Gott, als der Täter seine Sprengstoffweste zündet. Der Anschlag auf einen Sufi-Schrein ist der jüngste in einer ganze Serie. Nach zwei ruhigen Jahren erlebt Pakistan eine neue Welle der Gewalt.
Der Schrein für Lal Shahbaz Qalandar war Schauplatz eines der größten Attentate in der Geschichte Pakistans.