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80.000 Menschen über Mittelmeer nach Europa gekommen
International 7 13.10.2019

80.000 Menschen über Mittelmeer nach Europa gekommen

Flüchtlinge und Migranten werden mit einem Schiff von der Insel Lesbos in den Norden Griechenlands gebracht.

80.000 Menschen über Mittelmeer nach Europa gekommen

Flüchtlinge und Migranten werden mit einem Schiff von der Insel Lesbos in den Norden Griechenlands gebracht.
Foto: AFP
International 7 13.10.2019

80.000 Menschen über Mittelmeer nach Europa gekommen

Wie das UN-Flüchtlingshilfswerk berichtet, sind zwischen Januar und September 2019 mehr als 80.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa gekommen.

(dpa) - Mehr als 80.000 Flüchtlinge und Migranten sind nach UN-Angaben zwischen Januar und September 2019 über das Mittelmeer nach Europa gekommen. Wie das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) in einem am Montag veröffentlichten Bericht schreibt, sollen zudem 1.041 Menschen beim Versuch der Überfahrt umgekommen sein oder werden vermisst.

Hunderte Flüchtlinge und Migranten warten darauf, aus dem überfüllten Lager Moria in andere Lager in den Norden Giechenlands umgesiedelt zu werden.
Hunderte Flüchtlinge und Migranten warten darauf, aus dem überfüllten Lager Moria in andere Lager in den Norden Giechenlands umgesiedelt zu werden.
Foto: AFP

Damit haben im laufenden Jahr deutlich weniger Menschen die Flucht über das Mittelmeer gewagt. Zwischen Januar und September 2018 kamen laut UN etwas mehr als 102.000 Flüchtlinge und Migranten auf dem Seeweg nach Europa.

Am deutlichsten ging die Zahl der Ankünfte in Italien zurück. Nach rund 21.000 im gleichen Vorjahreszeitraum waren es dieses Jahr rund 7.600. In Spanien wurde ein Rückgang um rund 46 Prozent auf 23.200 Ankünfte verzeichnet.

Fluchtort Nummer 1: Griechenland

In Griechenland kamen dagegen vor allem seit Juli deutlich mehr Flüchtlinge und Migranten an. Insgesamt waren es rund 46.100 im Vergleich zu 37.300 ein Jahr zuvor. Allein im September 2019 erreichten mehr als 12.000 Flüchtlinge und Migranten Griechenland - so viele wie in keinem anderen Monat 2018 und 2019.

„Die Route von Libyen nach Europa ist nach wie vor die tödlichste: Dort wurden in diesem Jahr fast 63 Prozent der bisherigen Todesfälle auf See verzeichnet“, heißt es in dem Bericht. 58 Prozent der Menschen, die Libyen über das Mittelmeer verlassen haben, wurden dort laut UN später wieder an Land gebracht.

UNHCR fordert die europäischen Staaten in dem Bericht dazu auf, nicht zuletzt den Schutz von Flüchtlings- und Migrantenkindern zu verbessern. Diese hätten nicht nur schwierige und gefährliche Wege hinter sich, sondern seien auch in Europa weiterhin Risiken und Schwierigkeiten ausgesetzt. 

„Dazu gehören fehlende beziehungsweise unsichere Unterkünfte, falsche Registrierung als Erwachsene und mangelnde, unangemessene Betreuung“, heißt es in einer Mitteilung.


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