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75 Jahre D-Day: Veteranen springen nochmal ab
International 4 06.06.2019

75 Jahre D-Day: Veteranen springen nochmal ab

Tom Rice (vorne) lässt es sich nicht nehmen, auch noch mit 1997 erneut über der Normandie abzuspringen.

75 Jahre D-Day: Veteranen springen nochmal ab

Tom Rice (vorne) lässt es sich nicht nehmen, auch noch mit 1997 erneut über der Normandie abzuspringen.
Foto: AFP
International 4 06.06.2019

75 Jahre D-Day: Veteranen springen nochmal ab

Tom RUEDELL
Tom RUEDELL
Sie sind weit über 90, doch das hindert einige Veteranen nicht daran, zur 75-Jahrfeier des D-Day noch einmal mit dem Fallschirm über der Normandie abzuspringen.

(mit AFP) - "Großartig. Ich möchte gleich nochmal rauf", sagt Tom Rice auf die Frage, wie es sich angefühlt habe, mit dem Fallschirm über der Normandie abzuspringen. Dann macht er mit beiden Händen das "Victory"-Zeichen. 


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Ein Tandemsprung bei bestem Wetter ist eigentlich keine große Sache. Doch zwei Dinge machen diesen Sprung in der Nähe von Carentan besonders: Rice ist 97 - und amerikanischer Weltkriegsveteran. 1944 war er genau hier schon einmal gelandet. Im Unterschied zum Mittwochnachmittag schwenkte er damals keine amerikanische Flagge. Mit 9.000 anderen jungen Männern aus seiner Division sprang der damals 22-Jährige in der Nacht aus einem Flugzeug ins Ungewisse. 

Die Aufgabe: die Straßen rund um Carentan, strategisch wichtig genau zwischen Utah und Omaha Beach zu sichern, bevor die Abertausende seiner Kameraden am Tag darauf dort landen sollten. Rice und seine Kameraden absolvierten ihre Mission erfolgreich und trugen so ihren Teil zum gewonnen Krieg gegen die Nazis bei.  

Nach dem Krieg wurde Rice Geschichtslehrer und sprang noch gut sechzigmal mit dem Fallschirm ab - auch zum Gedenken an seine gefallenen Kameraden, wie seine Frau Brenda erzählt.

Auch zwei Briten machen es nochmal

Tom Rice ist nicht der einzige Veteran, der zur Feier des Tages nochmal aus einem Flugzeug springt: Harry Read, 95, und sein ein Jahr jüngerer Kamerad John Hutton haben es ihm am Mittwoch gleichgetan.

Auch die beiden Briten waren 1944 Teil der "Operation Overlord", Read als Funker bei den Royal Signals, Hutton als Fallschirmjäger beim 13th Lancashire Parachute Regiment. Am Mittwoch sprangen sie im Tandem mit je einem Profi-Fallschirmspringer, zusammen mit 280 französischen und britischen Fallschirmjägern. 

"Man sollte meinen, mit 94 wäre ich vernünftiger." (John Hutton)
"Man sollte meinen, mit 94 wäre ich vernünftiger." (John Hutton)
Foto: AFP

Beide Männer landeten unbeschadet, Hutton kommentierte die Aktion mit britischem Humor: "Es ist toll, wieder auf französischem Boden zu sein. Man sollte aber meinen, mit 94 wäre ich etwas vernünftiger."


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