Wählen Sie Ihre Nachrichten​

600 Festnahmen bei Demos gegen Klimawandel in London
Klima-Aktivisten protestieren bereits seit mehreren Tagen im Zentrum Londons.

600 Festnahmen bei Demos gegen Klimawandel in London

Foto: AFP
Klima-Aktivisten protestieren bereits seit mehreren Tagen im Zentrum Londons.
International 5 19.04.2019

600 Festnahmen bei Demos gegen Klimawandel in London

Der Protest von Klimaschützern der Bewegung Extinction Rebellion ist weitgehend friedlich. Dennoch kommen sie nicht überall gut an.

(dpa) - Die britische Polizei hat in fünf Tagen fast 600 Klimaschützer in London festgenommen. Das bestätigte eine Sprecherin von Scotland Yard am Freitagnachmittag der Deutschen Presse-Agentur in London.


This handout picture taken and released on April 17, 2019 by Vatican Media shows Pope Francis greeting Swedish teenage environmental activist Greta Thunberg during a weekly general audience at Saint Peter's square. (Photo by Handout / VATICAN MEDIA / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / VATICAN MEDIA" - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS
Thunberg und Papst - Treffen zweier Klimakämpfer
Zeit für viele Worte war nicht. Die Begegnung zwischen Greta Thunberg und Papst Franziskus sorgt trotzdem für Gesprächsstoff. Beiden ist der Klimaschutz ein Herzensanliegen.

Die Umweltaktivisten waren einem Aufruf der Bewegung Extinction Rebellion (Rebellion gegen die Auslöschung) gefolgt, friedlich gegen die globale Erwärmung zu demonstrieren. Sie blockierten Straßen und Brücken zum Beispiel in Parlamentsnähe.

An der Aktion beteiligte sich auch die britische Schauspielerin Emma Thompson. Sie hielt am Freitag auf einem rosafarbenen Boot an der beliebten Einkaufsmeile Oxford Circus eine flammende Rede für den Umweltschutz. Der Klimawandel sei das „größte Problem in der Geschichte der Menschheit“, sagte die Schauspielerin. „Unser Planet ist in ernsthaften Schwierigkeiten“, rief Thompson der Menge zu.

Eine Drohung der Umweltaktivisten, am Freitag den Betrieb des Londoner Großflughafens Heathrow mitten in den Osterferien zu stören, blieb folgenlos. Nur eine kleine Gruppe von Demonstranten fand sich am Airport ein; der Flugverkehr wurde dadurch nicht beeinträchtigt.

Drei Personen hatten bereits am Mittwoch den öffentlichen Nahverkehr gestört, indem sie sich mit einer speziellen Substanz von außen an einen Zug klebten. Es kam nur zu geringfügigen Verspätungen. Weitere Demonstranten hatten sich an einen Gartenzaun am Grundstück von Oppositionsführer Jeremy Corbyn in der Hauptstadt geklebt.

Nach Angaben des britischen Innenministers Sajid Javid sind mehr als 1.000 Polizisten pro Tag mit den Demonstranten in London beschäftigt. Die Umweltaktivisten setzen auf weitgehend friedliche Aktionen, die von der Öffentlichkeit unterstützt werden. Nach einer YouGov-Umfrage ist ihnen das allerdings in der britischen Hauptstadt nicht gelungen: Nur 36 Prozent von 3.561 befragten Briten heißen die Proteste gut, 52 Prozent lehnen sie dagegen mehr oder weniger ab.


Lokales,Schülerstreik für besseren Klimaschutz.Foto: Gerry Huberty/Luxmburger Wort
Klimaschutz: "Es gibt keinen Planeten B"
Rund 7.500 Luxemburger Schüler appellieren am Freitag bei der Demonstration für den Klimaschutz an die Politiker und die Bevölkerung. Die Forderung lautete ganz klar: "Es muss sich was ändern!"

Hunderte Klima-Aktivisten demonstrierten am Freitag auch im westlich von Paris gelegenen Hochhaus- und Geschäftsviertel La Défense gegen die ihrer Ansicht nach „giftige Allianz“ von multinationalen Unternehmen und Staaten.

Wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete, waren Dutzende Demonstranten vor dem Eingang des Gebäudes des Ölkonzerns Total präsent. Sicherheitskräfte entfernten rund 100 Menschen von dem Gebäude des staatlichen Energiekonzerns EDF. Beim Einsatz in La Défense setzte die Polizei AFP zufolge auch Tränengas ein.



Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Klimaschutz: "Es gibt keinen Planeten B"
Rund 7.500 Luxemburger Schüler appellieren am Freitag bei der Demonstration für den Klimaschutz an die Politiker und die Bevölkerung. Die Forderung lautete ganz klar: "Es muss sich was ändern!"
Lokales,Schülerstreik für besseren Klimaschutz.Foto: Gerry Huberty/Luxmburger Wort